Die extremen Stimmungsschwankungen eines Narzissten

Die Laune eines Narzissten kann sich von einer Minute zur nächsten abrupt ändern. Befand er sich gerade noch in einem Zustand heiterer Gelassenheit, kann er im nächsten Augenblick wutentbrannt toben, seine Mitmenschen beschimpfen und sie aufs Schlimmste verletzen. War er gerade noch nett und zuvorkommend, kann er plötzlich wie aus heiterem Himmel gemein und rücksichtslos werden. Wie kommt es zu derart extremen Stimmungsschwankungen?

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Partnern von Narzissten ist dessen abnorme Sprunghaftigkeit ein unergründliches Rätsel: Was veranlasst den Narzissten dazu, von einer Minute zur nächsten die Gesinnung zu wechseln und einen schönen und harmonischen Augenblick in trübselige und gereizte Atmosphäre zu verwandeln. Wieso kann der Narzisst  so extrem umschalten, wo doch zuvor noch alles in bester Ordnung schien?

Plötzliches Schweigen

Sabrina:Wir waren beim Griechen essen, quatschten und lachten! Es war ein schöner Abend. Auf einmal sagte er nichts mehr und sein Gesicht war wie versteinert. Diese Mimik kannte ich nicht – er war wie weggetreten! Dann beleidigte er mich in einem ganz ruhigen Ton –  am Tisch, während wir aßen. Er sagte, ich sei eine Schlampe. Er sagte nur diesen Satz – sonst nichts. Ich wusste gar nicht, wie er plötzlich darauf kam und worauf er es bezog. Ich dachte, er würde nur einen Spaß machen. Aber er sagte nichts weiter, reagierte auf nichts mehr und aß stillschweigend weiter. Wir fuhren wortlos nach Hause. Ich war total schockiert und sprachlos. Ich probierte mehrmals ihn anzusprechen, um den Grund für seine plötzliche Verstimmung herauszubekommen, doch er blockte ab und sagte nur, ich solle doch verschwinden. Das tat ich dann auch. Tage später war aber ich diejenige, die ihn wieder anrief. Ich terrorisierte ihn regelrecht mit SMS und Mails, fragte, was mit ihm sei, wollte wissen, was los ist, und sagte ihm, wie verzweifelt ich wäre. Er aber blockierte mich total. Er gab keine Antwort, ich wusste nicht, woran ich war und was ich falsch gemacht hatte.“

Der Narzisst kränkt seinen Partner mit einer unverschämten Behauptung und hüllt sich dann in eisiges Schweigen. Er gibt einfach keine näheren Erklärungen zu seiner unerhörten Äußerung und lässt den Partner mit seiner Verzweiflung allein. Der Partner weiß nicht, was er getan hat und was er nun machen soll, um den Narzissten zu beruhigen und die Situation wieder zu entspannen. In seiner starken Verunsicherung versucht er zwar, dem Narzissten eine Erklärung zu entlocken, doch dieser stellt auf stur und genießt es, wenn sich der Partner aufregt und quält.

Die kleine Schikane des Narzissten dient offenbar dazu, sich eine Freude auf Kosten des Partners zu machen. Vielleicht wurde es dem Narzissten während des Essens ein wenig zu langweilig oder der Partner verärgerte den Narzissten – ohne es zu wissen – mit einer Aussage, ohne dass der Narzisst sofort darauf reagierte – später jedoch zu einem plötzlichen Seitenhieb ausholte.

Erkennt der Partner in solchen Momenten die Gemeinheit des Narzissten und geht er auf seine Stichelei gar nicht ein, vermiest er ihm die Freude. Statt emotional zu werden, sollte er den Narzissten danach fragen, was ihn stört oder was ihn verärgert hat. Antwortet der Narzisst nicht darauf, kann er ihm auch nicht helfen und sollte sich nicht länger mit dem Thema beschäftigen. Helfen kann er nur, wenn sich der andere helfen lassen möchte. Doch der Narzisst glaubt offenbar, sein emotionales Problem durch einen Akt der Bestrafung lösen zu können.

Plötzliches Neidisch-Werden

Martin: „Wir saßen abends noch im Garten und hatten zuvor mit den Kindern gegrillt, als meine Frau plötzlich völlig hysterisch über mein Gehalt herfiel: Ich würde nicht genug verdienen, nie könnten wir uns etwas leisten, immer müssten wir sparen und die Beförderung, von der ich angeblich immer sprach, würde auch nie eintreten. Sie beschimpfte mich, dass ich nichts auf die Reihe kriegen würde und dass andere bereits viel weitergekommen wären als ich. Ich wusste überhaupt nicht, wie sie plötzlich auf dieses Thema kam. Minuten zuvor hatten wir uns noch ganz friedlich über den letzten Urlaub unterhalten, und dann brach es plötzlich aus ihr heraus. Sie bezeichnete mich als Waschlappen und Sprücheklopfer. Sie hat mir sogar gesagt, sie wäre lieber mit einem anderen Mann verheiratet, der mehr auf die Reihe kriegen würde als ich. Und dann ging sie ins Bett und ließ mich allein.“

Nichtsahnend wird über ein scheinbar harmloses Thema gesprochen, dass plötzlich die  Aufmerksamkeit des Narzissten auf eine empfindliche Stelle lenkt. In diesem Fall wurde der Neid des Narzissten berührt, der sich durch die Urlaubsgeschichte daran erinnert fühlte, dass andere viel schönere und luxuriösere Ferien machen als die eigene Familie.

Sofort werden die Minderwertigkeitsgefühle des Narzissten geweckt. Weil er es nicht ertragen kann, schlechter zu sein oder weniger zu haben als andere, lässt er seine ganze Wut an anderen aus. Dann platzt es wie eine Salve plötzlich aus ihm heraus und er wechselt schlagartig das Thema. Der andere wird für einen Missstand verantwortlich gemacht, für den dieser gar nichts kann. Auf diese Weise braucht der Narzisst nicht auf sich selbst wütend zu sein, sondern er sucht sich einen Sündenbock, den er entwerten kann und der für seinen inneren Mangel herhalten muss.

Plötzliches Beleidigen

Sarah: „Wir hatten uns gerade noch in den Arm genommen und uns über den schönen Abend gefreut, da sagte er auf einmal zu mir: „Du sahst heute richtig beschissen aus!“ Mir blieb glatt die Spucke weg und ich wusste überhaupt nicht, was ich sagen sollte. Und dann wiederholte er es noch: „Ja, ja, du hast schon richtig gehört! Du siehst wie unsere Putzfrau im Büro aus, richtig alt und hässlich! Ich schäme mich richtig mit dir!“ Ich konnte nichts mehr sagen. Dabei hatte er mich doch wenige Minuten zuvor noch geküsst und mir gesagt, wie sehr er mich lieben würde. Was war denn nur plötzlich mit ihm los?“

Da ein Narzisst bereits bei der kleinsten Andeutung von Kritik oder leisesten Zweifeln an seinen Überzeugungen oder seiner Genialität äußerst empfindlich und ungehalten reagieren kann, weiß man niemals im Voraus, wann und wodurch seine Gefühle berührt und verletzt werden. Seine Frustrationsschwelle ist extrem gering. In diesem Beispiel hat der Narzisst mitbekommen, dass seine Partnerin die interessierten Blicke anderer Männer auf sich lenkte, während er weitaus weniger Beachtung von anderen Personen erhielt.

Die große Beliebtheit seiner Partnerin war offenbar für den Narzissten nicht zu ertragen, was dazu führte, dass er seine Partnerin schlechtmachen musste. Statt sich darüber zu freuen, einen attraktiven Partner an seiner Seite zu haben und stolz zu sein, fühlt sich der Narzisst in einem solchen Augenblick minderwertig und klein. Er bekommt Angst, die Großartigkeit seines Partners könnte seine Durchschnittlichkeit offenbaren. Daher muss er unmittelbar mit der Entwertung beginnen, um das Bild wieder richtigzustellen.

Plötzlicher Weinkrampf

Rolf: „Ich hatte meiner Mutter nur mitgeteilt, dass ich heute Abend keine Zeit für sie hätte, weil ich noch etwas für die Firma erledigen müsse. Da brach sie unmittelbar in Tränen aus und konnte sich überhaupt nicht mehr beruhigen. Sie wimmerte, dass ich nie Zeit für sie hätte, mir andere Dinge immer wichtiger wären und sie immer auf mich warten müsste. Dabei bin ich eigentlich fast jeden dritten Tag bei ihr und helfe ihr in ihrem Haushalt, so gut es geht. Ich kann nicht verstehen, warum sie jedes Mal losheult, wenn ich nicht gleich zur Stelle bin.“

Tränen dienen dem Narzissten dazu, um andere zu erpressen. Sein theatralisches Selbstmitleid soll bei dem anderen Schuldgefühle auslösen, damit dieser ihm wieder zur Verfügung steht. Die Tränendrüse kann dann wie auf Kommando eingeschaltet werden und es fließt auch tatsächlich Flüssigkeit. Doch ist dies nur eine vorgetäuschte Traurigkeit, um lediglich wieder im Mittelpunkt zu stehen.

Dieses Umschalten kann von einem ausgesprochenen schauspielerischen Talent begleitet werden, es kann aber auch aufzeigen, wie sehr sich ein Narzisst nach Beachtung sehnt. Er empfindet es als einen unerträglichen Zustand, wenn ihm andere nicht unverzüglich und in vollem Umfang zur Verfügung stehen – beinahe so, als würde sich eine Mutter von ihrem Baby entfernen. Das löst bei ihm eine Verlustangst aus, die sich auf infantile Weise plötzlich entladen kann.

Plötzliches Weggehen

Wiebke: „Wir waren gemeinsam in einem wunderschönen Restaurant. Es war ein herrlicher Abend. Nach der Hauptspeise ging er zur Toilette und kam einfach nicht wieder. Ich habe mich gewundert, wo er denn bleibt, und habe angefangen, mir Sorgen zu machen. Ich fragte den Kellner und andere Gäste, ob sie meinen Mann gesehen hätten, er war aber nirgendwo zu finden. Der Wagen stand auch noch auf dem Parkplatz vor dem Restaurant. Nach einer Stunde habe ich mich dann entschlossen, nach Hause zu fahren und da saß er dann ganz entspannt auf dem Sofa und sah sich einen Film an. Als ich ihn fragte, warum er denn einfach gegangen sei, sagte er nur, es wäre ihm zu langweilig geworden.

Der Narzisst nimmt sich die Freiheit, in jedem Augenblick das zu machen, was ihm gerade behagt. Dabei nimmt er auf die Gefühle anderer Menschen keine Rücksicht. Er sieht nur sein eigenes momentanes Bedürfnis oder seine Unzufriedenheit und reagiert dann entsprechend impulsiv. Er schert sich nicht um Anstand und Sitte – schon gar nicht, wenn die Person, die er vor den Kopf stößt, in irgendeiner Weise von ihm abhängig ist. Wenn es ihm langweilig wird und ihn die Situation nicht mehr befriedigt, verlässt er kurzentschlossen den Raum, ohne es anzukündigen und ohne sich zu entschuldigen. Er kann darin kein Fehlverhalten erkennen.

Der Partner wird dann von Schuldgefühlen überrollt und fragt sich, was denn mit dem Narzissten los ist und was er falsch gemacht haben könnte. Er weiß nicht, was er von seinem Verhalten halten soll. Im umgekehrten Fall wäre der Narzisst natürlich weitaus weniger tolerant. Würde man dasselbe ihm zumuten, müsste man anschließend mit einem handfesten Streit und mit einer völlig überzogenen Bestrafung rechnen. Ihn einfach alleine zurückzulassen, wäre eine Unzumutbarkeit und ein Affront höchsten Grades. Wenn er sich allerdings diesen Fauxpas leistet, dann ist es eben sein gutes Recht.

Warum kommt es zu diesen extremen Stimmungsschwankungen?

Die Gründe für den plötzlichen Gesinnungswandel können vielfältig sein: Möglicherweise hat ihn eine Äußerung zutiefst beleidigt, ohne dass der objektive Inhalt jedoch eine Kränkung beinhaltete oder beabsichtigte. Vielleicht kommt er aber auch mit seiner inneren Leere in Kontakt und muss zur Ablenkung etwas Aufregendes erleben. Also beginnt er, den Partner zu provozieren, zu reizen und zu kränken – einfach nur aus Lust am Quälen. Der Narzisst kann sich auch auf irgendeine Weise anderen gegenüber benachteiligt fühlen und neidisch sein. Dann nutzt er den extremen Stimmungswechsel zu Zwecken der Manipulation: Er fühlt sich nicht ausreichend beachtet oder erhält aus anderen Gründen nicht seine notwendige narzisstische Zufuhr und wird daher launisch.

In vielen Fällen sucht der Narzisst regelrecht nach äußeren Umständen, die einen Gefühlsausbruch rechtfertigen könnten. Er befindet sich dann ohnehin in einer gereizten Stimmung und wartet nur auf die passende Situation, um endlich explodieren zu dürfen. Dann ist der Umstand nicht schuld an seinem Wutausbruch, sondern lediglich ein erwünschter Auslöser, der seine schlechte Laune legitimiert. In der Unverhältnismäßigkeit seiner Reaktion auf den auslösenden Umstand kann man erkennen, dass es eben nicht die Äußerung oder Handlung eines anderen ist, die ihn provoziert hat, sondern ausschließlich seine eigenen inneren, aufgestauten Aggressionen.

Für Partner ist es sehr schwer, sich auf ein solches Verhalten einzustellen, weil man nie wissen kann, wann die Stimmung des Narzissten umschlägt und was der Auslöser dafür sein könnte. In der Folge fassen Betroffene den Narzissten mit Samthandschuhen an, um ihn nicht zu reizen. Doch weil sie nie wissen können, wo eine Mine vergraben ist, kann auch das geschulteste Lavieren oder sanfteste Vorgehen nicht verhindern, dass von Zeit zu Zeit eine Bombe hochgeht


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Veröffentlicht in Blog, Tipps zum Umgang
55 Kommentare zu “Die extremen Stimmungsschwankungen eines Narzissten
  1. Verzweifelte sagt:

    Guten Tag
    Der Beitrag hat mir etwas die Augen geöffnet. Mein Partner läuft zwar nicht einfach weg, jedoch hat er extreme Stimmungsschwankungen aus dem Nichts und dann bin immer ich an etwas Schuld, teilweise an banalen Dingen. Manchmal wenn er nicht bekommt was er will benimmt er sich wie ein 6-jähriger und „stampft mit den Füssen auf den Boden“ oder zieht sich beleidigt zurück. Wenn meine Stimmung gut ist, ist seine schlecht, sobald meine auch schlecht wird, wird seine wieder gut.
    Wenn ich nach Hause komme ist es wie eine Wundertüte, immer unvorhersehbar wie seine Stimmung ist. Das ist echt anstrengend.
    Wenn ich ihn darauf anspreche verleugnet er es und ich sei diejenige die Spinne und wieder die Mens hätte . . .
    Dann noch die Eifersucht, ich hab ja mit jedem etwas . . .
    Ich bin nun an einem Punkt mich zu fragen, ob diese Beziehung so überhaupt eine Zukunft hat, weil alles was ich mache ist falsch und nicht recht . . .
    Kann mir da jemand einen Tipp geben?

  2. Inge sagt:

    Hallo liebe Leidtragende. Ich habe zum Thema End/off etwas gepostet und mir das EBook heruntergeladen.Es wird mir helfen,dass ich endlich aus dem Teufelskreis herauskomme.Die Beziehung zu einen narzisstischen Mann nach fast 5Jahren prägt natürlich alles.Narzissten können nur dann den Sieg immer wieder davon tragen,wenn diese bedingungslose,aufopferungsvolle Liebe des anderen sie bestärkt. Das muss man erkennen und sich eingestehen. Wenn man immer wieder nachgibt,verliert man viel Zeit für sich und wird krank.Ich bin nur froh, dass ich meine eigene Wohnung habe.Wäre ich mit ihm zusammengezogen,ist man noch mehr zerstört am Ende.Wir haben nie die Schlüssel uns gegeben. Was bis jetzt auch gut so ist.Mein inneres Bauchgefühl ließ mich vorsichtig sein.
    @Gehörnter du musst dich emotional von der Frau lösen,ich versuche es auch von diesen Mann.Ich würde es sehr begrüßen, wenn Betroffene sich etwas zusammen tun und sich per E-Mail auch austauschen könnten. Wenn Betroffene sich untereinander zu hören bzw lesen,kann man ebenso Kraft und Mut schöpfen.

  3. Gehörnter sagt:

    hallo
    hatte im dez. den grossen bruch …habe mich zurückgezogen und all meine kontaktdaten geändert…mitte mai durch zufall wieder getroffen und mir keine Chance gelassen,sie hat mich gleich überrannt mit küssen und Entschuldigungen..oh mann wie naiv war ich
    und jetzt wenn ich mich anschaue bin ich noch weiter unten als damals…mir unbegreiflich wie ich das mitmachen konnte und wie sie es jedesmal schafft mich noch weiter herunter zu ziehen…dachte damals bei der Trennung weiter geht’s nicht und es ist schon genug bevor ich noch total umkippe ohwei es geht noch tiefer als tief
    wenn ich mich so ansehe wird’s mir selbst schon bange davon abgesehen das ich ständig heule muss und mich ständig frage wie ein mensch wie sie so abgrundtief gemein sein kann
    hat alles aufgefahren was möglich ist zb,alle ihre leute finden mich assozial keiner kommt wenn ich da bin,sie soll mich rausschmeissen,ich wäre schon halbtot was sie mit so einem mit mir will-hatte 2 Herzinfarkt,wenn auch „kleine“-nur Beleidigungen in einem fort aber immer über andere leute
    habe ihr alles gemacht was nur denkbar war um des friedens willens,aber alles ging gewaltig nach hinten los keine Chance des verstehens nichtmal auf freundschaftlicher Basis
    bestrafft werde ich mit der totalen Ignoranz und worten wie auf mich kann sie nicht zählen bin ja schon halbtot….was wenn sie pflege braucht? ihre worte
    ich habe nur um 2ecken erfahren das sie in eine psychische Klinik vor ein paar tagen ging sonst weis ich nichts..ist ihr scheinbar egal was ich fühle ..kein anruf nichts…mein versuch tja keine Reaktion…an allem und ihrem zustand bin ja ich schuld, mit diesen vorwürfen lässt sich mich stehen und all denken ich bin ein Monster…
    kutz vor kontaktabbruch sagte sie noch das all ihre leute meinten sie soll mich bei der Polizei anzeigen.ohja und als ich ganz ruhig fragte warum denn? keine antwort auch auf mein drängen hin null Reaktion …sagte zu ihr verdutzt was hast du denn denen für lügen erzählt das die so reagieren …null antworten…und ich wieder eingeknickt und Thema beendet..so ist sie

    • Waltraud sagt:

      Du kannst nichts tun, ausser Distanz wahren. Ich hab mich auch immer gewundert, warum andere mich manchmal richtig böse angeschaut haben, obwohl ich nichts mit denen zu tun hatte. Oder das ich mitbekam, das sein Steuerberater sich ständig eingemischt hat und ihm den Rat erteilte, sich scheiden zu lassen usw. und so fort…..und wie lange ich gebraucht hab, zu blicken, das nicht ich sondern er der Gestörte ist. Man kann sich einfach nicht vorstellen, was abgeht und dann endlich nach jahrzehnten eine Erklärung zu lesen, das all dieses Leid, das man erfahren hat mit einer NPS bei diesem sich nach aussen so wunderbar erfolgreich und glänzenden Menschen zu tun hat. Oh man…….

      • Gehörnter sagt:

        hallo Waltraud
        mir ist die ganze Situation noch immer unbegreiflich obwohl ich es mittlerweile doch realistische sehe…denke ich
        weis meine Gefühle nicht zu deuten..ist es Zuneigung ,hass, Enttäuschung oder ? keine Ahnung
        es ist alles unbegreiflich
        bittet mich um hilfe im von mir angelegten garten…. okay komme sofort angedackelt arbeite 3tage a 4std um alles wieder in gepflegten zustand zu bringen und werde dann wieder „heimgeschickt“ mit den worten sie brauch abstand und alle beschweren sich da ich wieder „DA“ bin ?????
        ich kenne so gut wie keinen ihrer leute und bekomme nur zu hören …keiner will mich jäh kennenlernen…sehr nett
        einmal ruft sie mich an nach ca, 4tagen ohne kontakt sie ist in einem Biergarten und hat eine Panikattacke …ich solle sie sofort holen ihr geht’s so schlecht…ich sofort los abgeholt zu ihr heim endloses Gespräch geführt dachte sie hat Einsicht bekommen und ausgemacht ich komme am nächsten tag
        habe es geahnt es kam ein Anruf tags darauf sie will mich nicht sehen sie ist süchtig nach mir und muss loskommen und gleich noch der Beisatz -Keine Diskussion_-
        diesen Menschen ist es soetwas von egal wie sie mit einem umgehen und was sie verursachen das man nur laufen kann…aber was wenn man es nicht Schaft?
        ich wurde nur gekränkt und entwürdigt beleidigt für wertlos erklärt und wenns ich nicht beende geht scheinbar bis zum Gau
        frage michh was in ihr abgeht…einen tag schwört sie mir liebe und alles was sonst noch und gibt ihre Fehler zu obwohl ich verständnisvoll reagiere und ihr immer sage mach dir keine vorwürfe und am nächsten tag wieder genau andersherum nur Entwürdigungen
        Warum?

      • Gehörnter sagt:

        erst winselt sie mir die ohren voll wie sie mich braucht und wie wichtig ich bin aber sobald das gesagt wurde kann man sich darauf einstellen das dann ca 1tag danach genau das Gegenteil gesagt und getan wird ,,,was geht in ihr ab? habe manchmal das Gefühl sie schadet sich selbst mehr als mir
        nur rauf und runter ein Alptraum. .man rennt nur noch desorientiert durch die Welt
        bin zur Wohnung heraus auf den weg zur Bäckerei ,ohje plötzlich ohweia hab vergessen schuhe anzuziehen einer meiner unzähligen „aussetzer“ was kommt wohl als nächstes? bin nur noch in Lauerstellung und auf alles in Erwartung

        • Waltraud sagt:

          Frag Dich nicht mehr, was bei „ihr“ abgeht, sondern warum Du immer noch reagierst, trotz Deiner Erfahrungen mit ihr. Ich hab mich auch zu lange damit aufgehalten, zu hinterfragen, warum sie so sind wie sie sind. Es gibt keine Antwort!!! Ausser das man es mit Gestörten zu tun hat. Schau was Du Dir wert bist, was Du für Dich tun kannst. Wenn wir dieses Katz und Maus Spiel nicht stoppen, läufts weiter. Sei Dir das wert und schau, was Du für Dich an positiver Lebensqualität erreichen kannst. Wenn wir diesem Treiben nicht Einhalt gebieten, machen wir uns mitschuldig, trotz besserem Wissen.

          • Gehörnter sagt:

            Mein Wertgefühl ist nicht gleich null…nein noch viel tiefer…Sarkasmus
            erwarte eine Würdevolle Trennung bin scheinbar altmodisch…glaube uns beiden würde der frieden gut tun aber ihrem verhalten nach ist ihr alles egal Hauptsache Unfrieden stifften und mich zum durchdrehen „zwingen“?
            manchmal lässt sie ansatzweise durchblicken was sie sich zusammenreimt an Reaktion von mir Gott da fällt mir nichts mehr ein wie abartig ihr Gedankengang ist…
            glaube manchmal es ist ein Kampf in ihr mit dem ziel mich in die Knie zu zwingen selbst wenn es ihre eigene Gesundheit kostet
            Waltraud du hast recht ich sehe es nicht anders ich werde es versuchen über allem zu stehen und mich zu distanzieren aus Selbstliebe wegen schon …wenn davon noch was da ist…als halbtoter…soviel Gemeinheit hab ich noch nie erlebt

        • Lise1 sagt:

          Geörnter, du eillst wissen, wie das alles so kam, warum du das mit machst. Und du willst vielleicht nie wieder in so ein Loch fallen. Bei beiden kann ein guter Therapeut helfen, es gibt auch Notfallsprechstunden, zB Berliner Krisendienst oder in anderen Städten bei der Diakonie usw. Nicht zuletzt hier auf der Seite bei dem Link Therapeuten suche. Allein ist das kaum zu schaffen, zu schauen, wo der Hund begraben ist.
          Du kannst aus der Opferrole raus, falls Du willst. Und wieder selbst bestimmen, an was Du denkst.

          • Gehörnter sagt:

            hallo lise 1
            bin seit einem halben Jahr bei einem Therapeuten ohne Erfolg der macht mich teils Agressiv das ich mich frage was ist denn jetzt los? aber nicht mit seiner Therapie sondern seiner Überforderung er kann nichts dazu sagen ausser wie sehr ihn alles Stresst er kann mir nicht weiterhelfen wie auch?
            bin erklärungsbedürftig und daran scheitert scheinbar mein loslassen da ich eine Erklärung will und keine bekommen werde dies aber noch nicht kapiert habe kämpfe noch gegen die Entwürdigung die sie mir zugetan hat und mir das Gefühl eines totalen Verlierers mit auf den weg gibt vor dem man noch angst haben muss
            in einer opferrolle sehe ich mich nicht sehe mich als zu gutmütigen Trottel der versucht zu verstehen warum ich das mit mir hab machen lassen?
            einer ihrer Strategien war ja immer die arme hilfebedürftige zu spielen und ich depp spring wieder an in der Hoffnung ich werde würdevoll „entlassen“
            denke da kann ich lange darauf warten

          • Lise1 sagt:

            Richtig, aber wieso hast du diese würdevoll-verabschieden-Illusion?

            Dein Therapeut ist kein Idiot, hör ihm zu. Er wird dir deine Ex nicht erklären, sondern dich.

          • Lise1 sagt:

            sich als depp und gutmütiger Trottel zu fühlen, mit dem so etwas gemacht wurde, ist doch Opferrolle!

            Der Therapeut will nichts von der Ex hören, sondern von dir, denn da liegt der Hund begraben. Wenn du immer nur bei ihr bist mit deinen Geschichten, was soll er damit?

          • Lise1 sagt:

            Du bist erklarungsbedürftig, Gehörnter? Die Erklärung liegt in dir, nicht bei der Ex.

            Dann dauert die Therapie eben, bis du das fühlen kannst, hab Geduld mit dir, ein halbes Jahr Therapie bei solchen Konstellationen ist nichts. Wenn du dich nicht dazu bewegen lässt, an der richtigen Stelle zu suchen, wo auch was zu finden ist, und nicht mehr an den falschen wo nichts zu finden ist,(du es aber gern hättest dass dort eine Erklärung läge) so lange wirst du das Leiden nicht loslassen können, da versteh ich sogar, dass der Therapeut genervt ist. Allerdings weiß er, dass du dafür nicht kannst und du kannst mit ihm darüber reden, was du eigentlich als Ziel der Therapie hast. Wenn er dir die Ex erklären soll, so kann das nicht gehen, das ist nicht möglich und wenn es möglich wäre, so wäre es nutzlos für deine bessere Zukunft.

          • Gehörnter sagt:

            hallo lise 1
            du hast recht im inneren weis ich es und spüre meine „rolle“
            bringe mich immer in Situationen mit Menschen wo ich „der „Unvertandene“ und der „Trottel“ bin, oder zudem gemacht werde
            mein Umfeld ist scheinbar nur das mittel zum zweck um mich zu mir zu finden,scheinbar brauche ich das abwertende ,abstossende gefühl des ewig unverstandenen der seinen Rechtfertigungen nachrennt um zu mir zu finden um endlich meine innere Zufriedenheit und Ruhe zu finden was nicht möglich zu sein scheint wenn man den allesgebenden anbiedert und nur abgestossen wird und nicht darüber stehen kann

          • Lise1 sagt:

            Dann hör auf damit, Gehörnter, es ist nicht mehr nötig!

            Wenn du aufhört damit, dann entsteht zunächst eine leere Stelle, wo vorher dein Opfergefuhl war. Die kannst du mit neuem, besseren füllen, mit dem, was dir besser entspricht, lass dich dabei vom Therapeuten und guten Menschen begleiten, die später neu in dein Leben kommen. Und freu dich auf das, was du neu entdecken wirst, wenn du die vielen alten destruktivenSchutzmechanismen teilweise ablegen kannst.

            Deine Ex hat da allerdings gar nichts mit zu tu! Hör auf dich mit ihr zu befassen, sie versorgt sich und hat Hilfe.

          • Gehörnter sagt:

            lise 1 du hast vollkommen recht …wenn ich euere Kommentare lese muss ich nur noch heulen …
            aber sie tut mir so leid ich bin immer noch von überzeugt sie braucht mich und ich kann ihr helfen sie wieder aufzubauen…ist nur Träumerei… ich bin sowas durch den Wind der ganze tag dreht sich nur um sie im Kopf
            mit der Panikattacke im Biergarten dacht ich sie kapiert was sie ihren „Freunden“ wert ist da sich keiner für sie interessiert hat ob sie Hilfe braucht…nein da war ich wieder angesagt ihren „Freunden“ war sie egal
            ja da dachte ich sie Akzeptiert mich..sie braucht mich.. aber nein nach 2 tagen wieder Abweisung und mit den besagten „Freunden“ alles beim alten
            ich erwartete etwas wie Wertschätzung aber die bekomme ich nicht fühle mich wie ein Objekt -raus aus der Schublade und wieder hinein-aber das ich auch so etwas wie Gefühle habe wird von ihr übersehen ich fühle mich nur getreten von ihr aufs übelste
            und die Leute aus ihrem Umfeld denen sie ziemlich egal ist mit denen ist sie immer umgeben und bester dinge..
            sei schlecht zu ihr und du hast deinen Platz bei ihr aber sei „Gut“ gib ihr dein Herz und alles sonst noch und du bist nur lästiger nervender Anhang? ja so fühle ich mich
            ich weis in was für einem Chaos ich mit mir bin ich denke ich weis viel über mich halte mich nicht für feige bei mir zu suchen und Kritik zu üben, das Problem ist nur ich komme nicht weiter drehe mich im kreis und werde immer verbitterter weil die „Befreiung“ nicht eintritt
            und habe das merkwürdige Gefühl das sie über mich „Herrscht“ glaube manchmal zu spüren das ich ihre Gedanken an mich „Spüre“…das ist wohl sehr weit hergeholt?

          • Klarsicht sagt:

            Lieber Gehörnter
            Ich bin zwar schon etwas spät mit meinem Kommentar, aber ich hoffe Du siehst dies einmal noch…
            Du sagst, Du hättest einen Selbstwert noch tiefer als O… arbeite daran, jeder Mensch ist wertvoll, auch Du! Sie hat „nur“ eine andere Werteskala, aber das ist IHR Problem. Ich verstehe Deinen Wunsch nach einer friedlichen Lösung, bzw. Trennung. Genau das hatte ich auch. Ich wollte den Frieden für mich, nicht für andere, für mich, genau, weil wir uns auch etwas Wert sind. Ich bin bei der Trennung einfach bei mir geblieben, ganz ehrlich habe ich gesagt, weshalb es für mich nicht mehr geht. Ich wurde erschöpft, sehr erschöpft und konnte nicht mehr. Genau das habe ich auch gesagt. Das ist kein Vorwurf an ihn/sie, es ist Deine Entscheidung und eine friedliche Entscheidung.
            Ich hoffe Du hast unterdessen einen guten Therapeuten gefunden? Auch da verstehe ich Dich total! Ich hatte diese Beziehung 7 Jahre gelebt (jetzt 2 Jahre getrennt), doch ich erkannte bereits nach 2 Jahren Beziehung, dass es eine toxische-narzisstische Beziehung ist. Ich hatte mir bei 2 verschiedenen Therapeuten Hilfe gesucht, beide hatten den Narzissmus nicht erkannt. Der eine Therapeut meinte sogar ich solle doch geniessen, dass ich von diesem Mann so umworben worden sei ( Lovebombing)… So habe ich es ohne Therapeuten versucht und auch geschafft. Such Dir also einen Therapeuten, der von Narzissmus etwas versteht.
            Alles Gute und Liebe Dir. Halt durch! Du überstehst das!

        • Goldmund sagt:

          Ich stimme dem, was Lisa und Waltraud schreiben, im Grossen und Ganzen zu. Du beschreibst dich als „gutmütiger Trottel“, etwas, was ich auch von mir kenne. Und genau damit muss Schluss sein, dir selbst zuliebe.
          Der gutmütige Trottel will es allen recht machen, was unmöglich ist. Dabei bleiben die eigenen Bedürfnisse auf der Strecke. Der gutmütige Trottel meint, Anerkennung und Liebe „verdienen“ zu müssen (weil er, vermutlich schon von seinem Elternhaus, nichts anderes kennt). Und solange der gutmütige Trottel nicht auf sich selbst achtet, d.h. sich selbst und seine Bedürfnisse nicht anerkennt (aus Angst vor Ablehnung) und deshalb keine Grenzen setzt, werden ihm die anderen immer auf der Nase rumtrampeln.
          Und genau das können wir aus solchen toxischen Beziehungen lernen: Selbstakzeptanz und Selbstliebe (dazu gehört, auf seine Bedürfnisse zu achten und sich abzugrenzen). Hierbei sollte dir der Therapeut helfen können, damit du nicht wieder in eine solche Beziehung gerätst. Solange wir uns selbst nicht respektieren, werden es die anderen auch nicht.
          Tipp: Mach dir eine Liste mit allem, was du gut kannst, mit all deinen Fähigkeiten und schreibe jeden Tag min. 3 Dinge auf, die dir gut gelungen sind. Wichtig ist, dass du das min. eine Woche lang durchziehst und schriftlich festhältst. Denn das sind Anker, auf die du immer wieder zurückgreifen kannst, wenn es dir nicht gut geht.

          • Lise1 sagt:

            Goldmund, sorry, der Tipp funktioniert nicht. Ist gut gemeint, aber dazu muss man erst ein wenig aus dem Loch raus sein. Gehörnter soll was machen, wo doch gerade das Problem liegt, wenn er das könnte nur ansatzweise, wär es nie so weit gekommen.
            Was stimmt, Gehörnter: du denkst (wahrscheinlich von deiner frühkindlichen Prägung her), du bekommt Anerkennung mit deinen Hilfeleistungen im Garten oder bei den Panikattacken der Ex (da wäre übrigens ein Arzt zuständig gewesen, den hättest du rufen können, aber sonst nichts!) Da kommt das Prinzip Nützlichkeit statt Liebe. Und einen würdigen Abschied, was immer das sein soll, kann man auf die Tour bestimmmt auch nicht verdienen.

            Aber frag dich, was dir das bringt, für dich war es auch nützlich! Du kannst dien Selbstwertgefühl nicht anders aufrichten, und auch dass du dir als Opfer leid tun kannst in der ungerechten Welt, das bringt es dir auch. Du siehst dich als gutmütig und die andern als mies. Das rettet deine Weltsicht. Aber so einfach ist das nicht.

            Es gibt aber Handlungsalternativen. Das nächste Mal soll sie einen Gärtner bestellen und andere Servicedienste. Bei der Ex macht keiner kostenlos so viel im Garten. Es gibt genug Dienstleister, die nicht mal besonders teuer sind.

            Was sollte sie übrigens nach der Biergartenattacke für eine Einsicht haben, was verstehst du darunter? Dass sie dich doch liebt?

            Du schriebst, sie schadet sich selber mehr als dir, aber das halte ich für eine verzerrte Sicht. Dass sie sich schadet mag ja sein, aber sie hilft sich und du dir nicht. Und wenn es so wäre, so hat sie das Recht, sich bis zum GetNo zu schaden. Na und? Sie ist erwachsen, was willst du mit mit der Phantasie, dass sie schlimmer dran wäre als du? Die braucht jedenfalls keinen Retter, falls das deine Hoffnung ist, dass sie dich ruft, wenn es ihr doch nur schlecht genug geht. Nein, sie ist in die Klinik, da hat sie sich was bei gedacht. Ein Ex kann da nichts tun, er kann das Problem nur vergrößern. Deine Gedanken an sie hindern dich, was für dich zu tun, das ist nämlch viel unbequemer und ist mit wirklicher Arbeit verbunden. Du versuchtst dich abzulenken von dir. Lass es sein, es ist nicht mehr nötig, du brauchst alle Kraft für dich
            Lass sie in Ruhe, sie ist deine Ex, und kümmere dich um dich.

          • Gehörnter sagt:

            bin nur noch am heulen und fühle mich sowas von mies

          • Gehörnter sagt:

            einen Gärtner hatte sie hat mir nur vorgejammert was er kostet und das er nichts taugt…habe leuchtende augen bekommen und sofort mit meinen dienste gestartet ohne Bezahlung natürlich..trotzdem hat sie mich wieder abgewiesen…das geht tief rein oh man da übersclage ich mich mit meinen Anbiederung und dann tritt tschau..danke
            dabei bereitet sie alles im Dialog so vor das ich fragen muss ob ich den garten machen darf…ich bin jedesmal verblüfft wie sie das hinbekommt das ich mich nur noch anbiedere …es ist in allen Bereichen so wie Auto,Computer Arztbesuche ,Einkaufen einfach alles man will garnichts tun ist eigenlich nur zwecks der zwischenmenschlichen Beziehung bei ihr aber ihre worte und Satzstellungen drängen dich zu der frage -soll ich?-
            es so etwas bittendes und in ihr das man ständig nur fragt soll ich? so versteckt.. auf Mitleid und auf Hilfebedürftigkeit gemacht das man ihr helfen muss,weil man sich sonst schlecht fühlt

          • Gehörnter sagt:

            Lise 1
            noch eine frage… Warum kann ich ihr nicht helfen?
            ich halte es für meine Pflicht in dieser schweren Phase für sie da zu sein…so benehme ich mich wenigstens
            obwohl es mir nicht gut tut ,wenn ich es nicht mache fühle ich mich nicht als Mensch der zu seinem nächsten hält

          • Gehörnter sagt:

            Hallo Goldmund
            frage mich ob ich eigene Bedürfnisse überhaupt noch habe?
            all meine „Befriedigung“ find ich nur noch in und bei ihr
            ist sie meiner wohl geht’s mir gut und bin entspannt und eigentlich befriedigt ist sie wie so oft meiner „schlecht“
            geht’s mir dabei schlecht und ich suche wieder mein glück und Befriedigung bei ihr ein ewiger Teufelskreislauf
            mache zu viel abhängig von Ihr da muss ich raus sonst sehe ich auf mich schlechte Zeiten zukommen

          • Lise1 sagt:

            Ja, Gehörnter, du weißt nicht, ob du eigene Bedürfnisse hast, darum funktioniert der gut gemeinte Tipp von Goldmund auch nicht.
            Berede das mit deinem Therapeuten. Das wird dauern, aber es lohnt sich zu suchen. Solange du Dr Ex tagelang den Garten umgräbst, wird es nichts, dann bleibst du beim Trauern.

            Dass du denkst, dass du ihr helfen kannst, ist dein Ernst? Da beißen sich geschulte Therapeuten die Zähne dran aus. Nein! Du kannst ihr nicht helfen, du merkst doch, dass sie das nicht will. Wäre es Liebe, würdest du das verstehen, was sie sagt, und das wiederholte Nein akzeptieren. Das zu deiner Frage, ob es Zuneigung ist…du ignorierst ihre klaren wiederholten Ansagen und bekommst ja auch die passenden Reaktionen.

            Und du musst deine Ex nicht pampern, sie ist kein Baby mehr. Und sie schätzt es nicht wert, also lass es einfach.
            Sie bekommt ihre Hilfe schon und wenn nicht, ist das allein ihre Entscheidung.

            Du schreibst, den Freunden war sie egal… das würde ich hinterfragen, zwischen egal sein und den Hintern nachtragen gibt es einige andere normale Umgangsformen.

            Wenn du so deprimiert bist im Moment, kannst du einen extra- Termin beim Therapeuten besorgen? Das geht doch nicht, dass du diesen Dreck weiter willst. Was willst du damit? Schau, was bei dir ist, du brauchst mindestens genau so viel Hilfe, sei erwachsen und hol sie dir.

          • Ich denke, dass man mit Vorwürfen hier nicht weiterkommt. Die Frage ist doch, welchen Nutzen sein Verhalten ihm derzeit stiftet – so verrückt es auch sein man. Was versucht er dadurch bei sich selbst zu stabilisieren? Welche Spannungen und Ängste kann er nicht aushalten? Das sind Fragen, die nicht in einem Blog beantwortet werden können – das gehört zur Psychotherapie.

          • Goldmund sagt:

            Gehörnter, Bedürfnisse hat jeder Mensch. Das Problem ist, dass „gutmütige Trottel“ ihre Bedürfnisse solange unterdrückten, dass sie sie selbst nicht mehr wahrnehmen.

          • Lise1 sagt:

            ja, stimmt, ich wollte keine Vorwürfe machen. Es ist wirklich nichts für einen Blog.

            Ich hoffe, Gehörnter du kannst nach einer (vielleicht längeren?) Weile aufhören zu trauern und dich deinem besseren Leben zuwenden, das du dir – wenn du so weit bist – vorsichtig und neugierig aufbauen wirst. (bin ja gespannt auf dein späteres Pseudonym, dass du dir zulegen wirst, denn du solltest dich irgendwann nicht so negativ benennen, bzw. nur so lange die Trauer andauert.)

  4. Tina sagt:

    Ich kann das alles auch so unterschreiben….
    Meine Trennung ist 1,5 Jahre her. Und es verfolgt mich immer noch.
    Vertrauen in andere Personen aufzubauen ist so megaschwer. Ich gehe nur noch vom schlimmsten aus.

    Mein Ex-Narzisst hat alle getäuscht. Ein Schauspieler en parfait.

    Auch von mir ein Dank an diese Seite, die mir die Augen geöffnet hat.

    Auch er ließ mich sitzen. 600 km von zu Hause entfernt. Weil er keinen Bock mehr hatte war er weg. Weil es ihm zu langweilig war… Angeblich musste er arbeiten. Allerdings zeigte die Handyrechnung, dass er mehrere Tage im Ausland war.
    Nur unter Androhung der Trennung kam er zurück um mir (und unserem Kind!!) das Auto zu bringen.
    Natürlich gab es tagelang Stress deswegen.
    Planen konnte ich mit ihm nie.
    12 Tage danach habe ich mich getrennt weil er zum 3. Mal mein Handy kontrolliert hatte, auf dem es nix gab (hey Leute, passt auf wo eure PUK liegt – so kam er bei mir rein, habe ich festgestellt).
    Er hatte mich betrogen. Natürlich nicht das, wonach es aussah. Ist es ja nie.

    Auch bei mir kommt es phasenweise hoch zum Verarbeiten.
    Gestern (gemeinsames Kind, deswegen noch Kontakt), erklärte er mir er würde uns beide lieben und wir wären das Einzigste, was er hier in Deutschland hätte.

    Ich vermute er hat mitbekommen,dass ich seit guten 3 Monaten wieder in einer Beziehung bin….

    Nach unserer Trennung kam raus, dass er schon 3 Kinder hat (wir waren ca 8 Jahre zusammen).
    2 erfuhr ich über das Jugendamt und eins kam noch über das Gericht raus.

    Aber er ist der Meinung, wir sollten uns nicht hassen, wegen unserem Kind, sondern uns an einen Tisch setzen, um eine Lösung zu finden..
    (ich schaue ihn nicht mehr an und ignoriere ihn nur noch. Nach allem was er mir angetan hat (Betrug, Erpressung,häusliche Gewalt) bin ich nicht mehr dazu in der Lage ihm in die Augen zu schauen.

    Mein neuer Partner ist der Meinung ich reagiere über. Allerdings habe ich ihm nie gesagt, dass mein Ex ein Narzisst ist.
    Ob er Recht hat?

    Blöd ist, Ich will einfach eine vernünftige Basis mit meinem Ex haben wegen dem Kind…

  5. Steffi sagt:

    Hallo an euch alle,
    bin in einer Beziehung mit einem Mann mit einer Persönlichkeitsstörung. Ich lese sehr viel auf dieser Seite. Leider kann ich die Hoffnung auf ein Leben mit ihm einfach nicht aufgeben. Wir leben getrennt und ich denke so sollte es auch erstmal bleiben. Einmal versucht zusammen zu wohnen-es war buchstäblich die Hölle. Immer wieder gerate ich in folgende Situation: ein schöner harmonischer Moment, ich bin glücklich. Und weiß doch, gleich kommt der große Knall und er zerstört alles, holt mich auf den Boden zurück…und so ist es dann auch eigentlich immer. Nur gut zu wissen woran es liegt. In der ersten Zeit mit ihm habe ich ausschließlich die Schuld bei mir gesehen. Das ist nun vorbei. Danke für diese Seite.
    LG

    • Silv sagt:

      @ Steffi und so wirds bleiben. Ggfs schlimmer werden je länger ihr zusammen seid und er sich deiner sicher fühlt. Leider sind diese Art Beziehung nicht von Glück gekrönt. Am Ende bleibt Dir nur, Dich zu fragen watum du solche Konstellationen bevorzugst.

      • Rabe sagt:

        Was für ein starker Fragesatz!!
        Glücklicherweise merke ich endlich (63-jährig) einen Zipfel von Ahnung/Gespür für meine lebenslange Selbstzerstörung. Ein inneres Gesetz von gigantischer Kraft! Ich glaube, mich einem Menschen hinzugeben, anzuvertrauen, auszuliefern, der ausnutzt, aussaugt usw. weil kein Gewissen ihn darin begrenzt, das macht mir die Erkenntnis der Selbstzerstörung unmöglich, so lange ich diesen Menschen das machen lasse.
        Die Frage ist sooo gut Silv! Bei mir ist es ein gewohnheitmässiges Ausliefern auf Gedeih und Verderb (Baby eben)… ich hoffe, GEWESEN!
        Vielen Dank!

    • Hope67 sagt:

      Hallo Steffi, hallo an Euch alle,
      es ist zwar schon eine Weile her, dass Du, Steffi, hier geschrieben hast, aber ich bin erst vor einigen Tagen auf diese Seite gestoßen und lese mich so nach und nach durch echt alles (DANKE auch von mir für diese Wahnsinnsseite!!!) Mir geht es wie Dir, bin ebenfalls in einer Fernbeziehung mit einem Narzissten, seit 1,5 Jahren, hatte gerade sechs Wochen Besuch von ihm, das war ebenfalls teilweise die Hölle, so wie bei Dir. Doch bin ich noch nicht bereit, an komplette Trennung zu denken. Nachdem ich hier soviele Erfahrungs- und Leidensberichte gelesen habe, habe ich für mich beschlossen, nicht ganz so radikal vorzugehen. Narzisst scheint ja nicht gleich Narzisst zu sein, es gibt ja durchaus Abstufungen. Wenn ich so auf mein Leben (bin jetzt 51) zurückblicke, dann war ich eigentlich IMMER in toxischen Beziehungen mit mehr oder weniger narzistischen Männern. Seitdem ich diese Seite gelesen habe, weiß ich, dass mein Vater ein Super-Narzisst ist (danke auch hierfür: treffender hätte man meinen Vater nicht beschreiben können, ich habe ihn beim Lesen förmlich atmen hören!!!). Meine Mutter ist die dazu passende Faust aufs Auge. Bei denen hatte ich niemals eine Chance auf echte Liebe! All meine Verdachtsmomente, all meine Befürchtungen, das könnte wirklich so in meiner Kindheit gewesen sein, dass ich meinen Eltern nichts wert war, alles hat sich auf schockierende Weise bewahrheitet, ich habe tatsächlich in den Spiegel gesehen, endlich, als ich die Beiträge über die narzistischen Eltern las. Jetzt weiß ich wenigstens, woran ich bin. Dass ich richtig lag mit meinen Vermutungen, dass das Kind bloß keinen Namen hatte. Vor zwei Jahren fing ich an, zusammen mit meinem Bruder, der sich inzwischen auch komplett, wie ich, von unseren Eltern distanziert hat, Nachforschungen in der Familiengeschichte und allerlei Überlegungen anzustellen, um endlich herauszufinden, warum unsere Eltern so schrecklich sind. Sie wollen die lebenslange Kontrolle über uns. Sie lassen nie los. Sie verleumden uns permanent weiter im Freundes- und Bekanntenkreis. Sie verweigern ein offenes Gespräch, wollen sich mit der Thematik nicht befassen, sehen niemals den Fehler bei sich. Bei unseren Recherchen kamen wir zu dem Schluss, dass in der Kindheit unserer Eltern (Vater geb. 1939, Mutter geb. 1944) Schlimmes, Traumatischen passiert sein musste, das sie zu den gestörten Menschen machte, die sie seitdem sind. Interessanterweise habe ich vor einiger Zeit eine Familienaufstellung gemacht, wo im Rollenspiel mein Vater absolut an meiner Mutter klammerte, wie ein bedürftiges Kleinkind. Auch das leuchtet mir jetzt ein, denn der Narzisst braucht ja seinen Co., um zu überleben. Krass, das ist sowas von krass. Ich sah das Bild direkt wieder vor mich, als ich zum ersten Mal auf dieser Website die Beiträge las. Mein Bruder und ich waren uns also seit einiger Zeit sehr wohl darüber bewusst, dass unsere Eltern schwer, eigentlich muss man sagen „schwerst“ gestört sind. So schwer, dass niemand an sie rankommt. Ich bin so froh, trotz allem Schock, dass wir nun endlich wissen, WAS das ist. Dass unsere Eltern Narzisst und Co-Narzisst in besonders schwerer Ausprägung sind. Nach vier Therapien über viele Jahre habe ich schon vieles aufgearbeitet, aber dass meine Probleme mit einem Narzissmus innerhalb meiner Familie zu tun haben, konnte mir bisher kein Therapeut sagen. Vielleicht war ich früher noch nicht soweit, in den Spiegel zu sehen, ich glaube daran, dass alles im Leben zu seinem passenden Zeitpunkt geschieht. Deswegen sollte das mitnichten eine Kritik an meinen – sehr guten – Therapeuten sein!!!
      Wie gesagt, alle meine Männer waren der Griff ins Klo, wie man so schön sagt, aber ich selbst wollte ja unbedingt die Klobürste sein, das war wohl mein Weg. Der erste war Alkoholiker und immer leidend, aber zum Feiern und Saufen hatte er immer genug Kraft und Geld. Der zweite war ein karrieregeiler Türke, der sich jeden Tag (wie Ronaldo, grins) von vorne bis hinten eitlerweise im Spiegel begaffte und mich nach einer Weile behandelt hat wie der letzte Dreck. Der Super-Narzisst kam aber erst danach. Und das ist auch so Hammer, dass ich das jetzt erst verstehe. Dass der ein ganz schlimmer Narzisst war, von der richtig „bösen“ Sorte. Gemein und böse, eiskalt, anders kann man es nicht ausdrücken. Wobei ich vorhin ja schon sagte, dass es durchaus Abstufungen gibt. Aber wenn ich hier böse sage, dann meine ich auch böse. Dieser Mann hatte es in sechs Jahren geschafft, mir mein komplettes Selbstvertrauen als Frau zu nehmen. Er war sexuell pervers, koprophil, wohl auch pädophil in gewisser Hinsicht, aber ich war natürlich diejenige, weswegen es im Bett nicht klappte. Ich war die Versagerin. Na klar, wer sonst? Das musste ich mir jahrelang anhören. Ich wurde im zweiten Jahr unserer Beziehung schwanger. Er hat mich solange emotional erpresst, bis ich das Baby abtreiben ließ. Das verzeihe ich mir bis heute nicht. Das es ein Mann geschafft hat, dass ich so tief unten war, mich so verhalten habe. Unglaublich. Zwei Jahre später war ich wieder schwanger. Dieses Mal akzeptierte er das Kind. Aber nur äußerlich, weil ich es allen schon verkündet hatte und es eigentlich kein Zurück mehr gab. Er musste ja nach außen den treusorgenden zukünftigen Papa spielen, weil ihm sonst der Gesichtsverlust in seiner Familie drohte. Im sechsten Monat schwanger heirateten wir. In der Nacht vor der Hochzeit weckte er mich plötzlich und knallte mir an den Kopf, dass ich es ja eigentlich überhaupt nicht verdient hätte, dass er mich zur Frau nimmt. Ohne Begründung. Dann drehte er sich um und schlief seelenruhig. Ich hab die ganze Nacht geweint und mir sogar selbst Verletzungen zugefügt in meiner endlosen Pein. Ungefähr ein dreiviertel Jahr davor hatte ich einen schlimmen Burn-out mit heftigen Panikattacken. Einmal so schlimm, dass ich nachts dachte, ich kriege einen Herzinfarkt. Ich weckte meinen Partner und bat ihn weinend, er möge doch bitte den Notarzt für mich rufen. Er schaute mich lediglich von oben herab an, wurde ärgerlich und meinte, was das soll, warum ich ihn wecke? Ich wäre ja doch ohnehin krankgeschrieben, er aber müsse morgen früh aufstehen. Ich solle mir doch selbst gefälligst den Notarzt rufen. Das und noch viele Szenen mehr standen mir sofort wieder vor Augen, als ich zum ersten Mal auf dieser Website war und die ganzen Beiträge las.
      Plötzlich war alles sonnenklar. Und ich bin heute noch so froh und dankbar, dass ich den Absprung von diesem Mann geschafft habe, als unser Sohn anderthalb Jahre alt war. Das war vor 17 Jahren. Nach der Geburt hat er mich erst recht wie Dreck und unseren Sohn wie Luft behandelt. Nur in der Öffentlichkeit präsentierte er sich als liebenden Ehegatten und Vater. Zuhause waren wir der Fußabtreter. Er lebte sein Leben weiter wie vorher, mit allen Annehmlichkeiten, ohne Rücksicht auf seine kleine Familie. Das ist schon so lange her, aber doch noch alles sehr präsent, vermutlich weil es so schmerzhaft war. Ich habe diesen Mann abgöttisch geliebt, hätte mir niemals vorstellen können, dass ich mich wirklich von ihm trenne. Aber meine Seele hat wohl gespürt, dass ich krank würde, würde ich bei ihm bleiben. Das war gut. Und seitdem ich diese Website entdeckt habe, weiß ich, dass ich zwar durch meine eigene Belastung und Traumen in der Kindheit durchaus meinen Anteil an diesen Entwicklungen mittrage (wo ein Täter, da auch ein Opfer). Aber ich weiß nun auch, dass ich nicht die Böse, die Verkehrte bin, wie man mir soviele Jahre einreden wollte. Ich reflektiere mich seit meinem Burn-out vor vielen Jahren, immer wieder, DAS beruhigt mich jetzt zu wissen, weil ich verstanden habe, wie wichtig das ist. Auch bei der Beurteilung, ob man nicht doch vielleicht selbst der böse Narzisst ist, der die anderen manipuliert. Das tut gut zu wissen, das es so nicht ist und nicht sein kann.
      Nun aber nochmal – und sorry, aber ich konnte jetzt irgendwie überhaupt nicht mehr aufhören zu erzählen, das musste mal raus – zurück zu Deinem, Steffi, Eintrag.
      Tragischerweise – oder sollte ich vielleicht sagen: glücklicherweise, denn damit kam das Ganze nämlich jetzt erst überhaupt ins Rollen – lernte ich vor anderthalb Jahren einen Sänger kennen. Er lebt im Ausland, war aber beruflich hier in Deutschland. So fing es an. Und was soll ich sagen, er kam, er sah, er siegte… sein Charisma nahm mir den Atem (wie im Lehrbuch). Wir kommunizierten zunächst im Internet und auch das passt wie die Faust aufs Auge, er überrumpelte mich bereits nach wenigen Tagen mit bombastischen Liebeserklärungen, die mich vom Sockel hauten. Instinktiv spürte ich, dass da irgendwas faul sein musste an dem Braten, aber der Sog war unwiderstehlich. Mehrere Wochen umgarnte er mich, ließ mir fast keine Luft mehr zum Atmen, aber ich genoß das so dermaßen nach meiner langjährigen lieblosen Zweckehe. Wer genießt das nicht, solch unglaubliche Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit? Nach einigen Wochen dann aber, nachdem wir dann auch mal telefoniert hatten und das wohl eine ziemliche Nähe herstellte, kam es dann seinerseits zum ersten Rückzug. Er meldete sich einfach nicht. Das ganze Wochenende. Ohne Vorwarnung. Ich war in Panik. Ich wusste, er hatte Depressionen und auch von Herzproblemen erzählte er mir. Dann tauchte er plötzlich wieder auf, wunderte sich etwas über meine Panik und meinte, er hätte Herzprobleme gehabt. Damals glaubte ich ihm, aber heute bin ich mir ganz sicher, dass er bloß mit seinem besten Freund (ebenfalls die gleiche kaputte Lebensgeschichte und Narzisst, allerdings Schweralkoholiker) saufen war und anderthalb Tage seinen Rausch ausgeschlafen hat. OK, drei Monate später bin ich rübergeflogen, zu meinem Freund, um zu schauen, ob wir tatsächlich „miteinander können“. Wir konnten. Ich lag ihm zu Füßen, war so verliebt. Obwohl ich sah, dass er mit seiner Mutter symbiotischst auf engstem Raum in einer total vermüllten stinkenden Messiewohnung mit neun (!!!) Katzen lebt. Ich war so auf ihn konzentriert, dass mich das fast gar nicht störte, obwohl ich sonst ein total penibler sauberer Mensch bin. Ich fasse das bis heute nicht, wo ICH da war… unglaublich. Ich hab immer nur ihn gesehen, merkte, wie schlecht es ihm da ging, zusammen mit dieser Mutter. Wie die ihn behandelte, wie er dann reagierte. Spätestens da hätte ich wohl abhauen müssen, aber ich dachte nur, hey, der ist so ein armer lieber Kerl, den musst du irgendwie da raus retten. In der einen Woche, wo ich bei ihm war, hatten wir eine unglaubliche Nähe zueinander hergestellt. Jedenfalls habe ich das so empfunden. Ich weiß noch, als ich im Flieger zurück saß und dachte, ich habe mich noch nie in meinem Leben so geliebt gefühlt. So viel mit einem Mann gelacht, so viele Zärtlichkeiten. Und trotzdem, dass er nicht viel Geld hat, wollte er mich dauernd in Restaurants einladen und hat darauf bestanden, mir und auch meinen Kindern Andenken zu kaufen. Soviel Aufmerksamkeit. Tja, aber so sind die Narzissten wohl anfangs, das wusste ich ja nicht.
      Danach kam dann der erste große Bruch. Ich glaube mittlerweile, jedenfalls nach den ganzen Beschreibungen auf dieser Website, dass ihm die nun hergestellte Nähe zwischen uns zuviel war, also ging er erstens immer mehr auf „Tauchstation“ und zweitens provozierte er immens mein Misstrauen und auch Eifersucht. Was mich zu der Zeit total verwundert hat, nämlich, dass er es brauchte, während fast jedem Streit sich neue Mädels auf seine Facebookseite einzuladen. Mit der anschließenden Drohung, ihn zu verlassen, brachte ich ihn dazu, die Mädels wieder zu löschen. Angeblich bedeuteten sie ihm ja auch nichts, er gab selbst zu, es war bloß „Rache“. Aber das passt alles so unglaublich ins Bild des Narzissten. Wir hatten ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen, viel On und Off. Den Bock hat er abgeschossen, als er mir zehn Tage vor seiner geplanten Anreise nach Deutschland Anfang Januar (er wollte drei Monate bleiben und ich hatte für Bürgschaft, Sprachkurs, Krankenversicherung etc. gesorgt für sein Visum gesorgt) mitteilte, er könne nun doch nicht kommen, seine Ex hing ihm im Nacken, weil er dann seinen Unterhaltspflichten für das Kind nicht nachkommen könnte und sie ihm angedroht hätte, ihm die Wohnung unterm Hintern wegzupfänden. Bei aller Liebe, das war selbst für mich zuviel. Ich machte Schluss. Aber ich war so sehr verletzt, dass ich ihn verbal per sms fertigmachte. An Neujahr schrieb er mir dann eine verletzte Email, fühlte sich als Opfer und konnte gar nicht verstehen, warum ich so bösartig reagiere. Auch das so typisch für den Narzissten, dieses den Spieß herumdrehen. Hätte ich es doch bloß damals schon gewusst!!! Ich hab ihm dann noch eine Chance gegeben und gesagt, ich bin bereit für eine nächste Runde, aber er muss selbst zusehen, wie er herkommt, sich um alles kümmern. Mir damit beweisen, dass ich ihm wichtig bin. Das hat er auch getan. Er war hier. Nachdem wir ein relativ friedliches Frühjahr mit unserer Fernbeziehung hatten. Nun hatte ich mehrere Wochen die Gelegenheit, auszuprobieren, wie es sich mit ihm so lebt. Und in Abgrenzung zu meinem echt bösartigen Exmann muss ich sagen, dass es zwar eine Herausforderung war, dass er aber durchaus in der Lage war, zurückzustecken, ohne beleidigt zu sein oder irgendwelche Strategien aufzufahren, wenn ich ihm Grenzen gesetzt hatte. Und was ich bei ihm gar nicht wahrnehme, ist die buchstäbliche Eiseskälte, Gefühlskälte, die den klassischen Narzissten zugeschrieben wird. Wir hatten soviele zärtliche Momente, wo ich merkte, wie er, der oft sehr nervös und angespannt ist, sich entspannte, einfach nur mit mir kuschelte, sich von mir streicheln ließ, es genoß (ich hab zuviele Männer in meinem Leben gesehen, um das sagen zu können), und auch mich streichelte. Nach dem Sex drehte er sich niemals um, um seine Ruhe zu haben. Im Gegenteil, hielt er mich ganz fest im Arm und streichelte und küsste mich. Er hat auch keine Scheu vor Mundküssen oder so, im Gegenteil. Im Alltag nutzte er jede Gelegenheit, um mir auch körperlich nahe zu sein, immer wieder eine zärtliche Berührung, ein kurzes Drücken oder Kuss im Vorbeigehen. Und bin ich blöd, wenn ich sage, dass sein Blick oft voller Liebe war??? Ich bin ja nicht mehr so verliebt in ihn wie am Anfang und auch nicht mehr so verblendet, nach allem, was ich mit ihm schon so erlebt habe. Aber gibt es tatsächlich Narzissten, die sowas „spielen“ können? Das will mir irgendwie nicht in den Kopf. Oder gibt es Narzissten, deren Selbst (oder Ich??? verwechsle das dauernd) ab und zu mal an die Oberfläche kommt? Aus sehr vielen Berichten von Betroffenen hier hab ich ja rausgelesen, dass gerade dieses fast schizophrene Auf und Ab, Zuckerbrot und Peitsche, den klassischen Narzissten ausmacht. Ja, so sehe ich ihn auch, durchaus. In vielen Situationen. Wo ich nun weiß, er fühlt das gar nicht wirklich und spielt sich und anderen nur vor, er würde es fühlen. Aber dieser Blick voller Liebe? Wie ist das möglich? Wenn ich mir die ganzen Fotos vom Sommer anschaue, fällt mir auf, wie er jedes mal glücklich strahlt, wenn ICH das Bild gemacht hatte. Hat aber eine andere Person fotografiert, schaut er nicht so, zwar auch fröhlich, aber nicht so. Leute, ja, ich weiß, ich hör mich vielleicht blöd an, aber habe eigentlich nun reichlich Hintergrundwissen und auch Grips in der Birne… OK, aber ich würde trotzdem gerne Eure Meinungen dazu hören. Weil ich, solange ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben habe, dass diese Beziehung als Fernbeziehung weiter Bestand haben kann. So wie bei Dir, Steffi, deswegen verstehe ich Dich so gut! Vielleicht ist nicht bei jedem Narzissten Hopfen und Malz verloren.
      Zwei Fragen habe ich aber noch (ohne Hintergrundgeschichten, das würde jetzt dann wirklich zu lang):
      1) Kann es sein, dass sich unter und vor allem auch nach Alkoholeinfluss narzisstische Eigenschaften verstärken? Unter Alkohol kann ich sogar noch verstehen, im Wein liegt ja bekanntermaßen die Wahrheit… aber danach??? Bei meinem Freund habe ich das jedenfalls so beobachtet. Als er hier war, hatten wir einmal eine Party, wo er sich betrunken hat. An dem Abend war er besonders „anhänglich“, aber nicht bösartig. Aber am Tag danach war er nur bei sich, und noch einen Tag später war er fast noch mehr nur bei sich. Kann das irgendwas mit dem Alkohol zu tun haben?
      Und Frage Nr. 2: er ist ja mit 46 auch schon etwas in die Jahre gekommen. Ist ziemlich übergewichtig und deswegen auch nicht mehr so attraktiv, hat ziemliche Komplexe deswegen. Starker Raucher, körperlich verbraucht, auch durch den Job als Sänger. Hat also in der Damenwelt nicht mehr ganz so gute Karten wie sicherlich in jungen Jahren. Mich würde mal interessieren, wie Narzissten sich so in Bezug auf ihren Narzissmus verändern, wenn sie in eine solche Lebensphase eintreten? Nehmen die Unzulänglichkeiten da eher noch zu? Oder nimmt nur die Gefahr der Depression (weil Mann sich ja mit sich nicht mehr wohl fühlt und die Erfolgsaussichten bei den Damen schwinden) zu? Gibt es da Erfahrungsberichte? Danke für Eure Geduld, ich weiß, ich hab viel geschrieben… !!! Liebe Grüße in die Runde und ich freue mich auf Eure Antworten!!!

      • Hallo Hope67,
        narzisstisches Verhalten verstärkt sich unter Alkoholeinfluss. Man fühlt sich enthemmt, euphorisiert und neigt zur Überheblichkeit bis hin zum Größenwahn. Man versucht, rücksichtslos die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Sofern eine Sucht besteht, wird hierdurch narzisstische Verhalten gefördert: Alles dreht sich nur um die eigenen Person, um den Konsum und die Beschaffung. Die Selbstreflexion, Empathie anderen gegenüber, die Kritikempfindlichkeit sowie der Bezug zur Realität sind beeinträchtigt. Der Mensch ist dann äußerst selbstbezogen.
        Fühlt sich ein Narzisst nicht mehr so begehrenswert, weil sich ein gewisser Verfall im Alter einstellt, kann das den Narzissten in eine Krise stürzen. Sein Selbstbild wird erschüttert, weshalb er entweder depressiv werden kann und dann zum Alkohol oder Drogen greift, um sich zu betäuben oder er wird verbittert, weil er den Verfall als schwere Kränkung erlebt und sich dann über das Abwerten anderer rechtfertigen und seelisch stabilisieren will.

        • Hope67 sagt:

          Herzlichen Dank für Ihre Antwort!!!! Dann heißt das, ich habe richtig beobachtet und bin einen Schritt weiter! Einen schönen Sonntag noch und freundliche Grüße!

  6. Marc sagt:

    Der Artikel triff mal wieder den Nagel auf den Kopf!

    Hier zwei Beispiele (es gibt noch unzählige!!!) aus meiner Beziehung mit meiner Ex-Narzisstin.

    1. Beispiel
    Wir sind mal wieder in einer „Wiederzusammenkommenphase“ und treffen uns mit einem befreundeten Pärchen und der Mutter von ihrer Freundin zum Essen in einem Lokal. Ich kläre vorher ab, ob ich bei meiner Ex-Narzisstin übernachten kann (in der Nähe der Lokalität). Sie sagt, ja natürlich. Im Verlauf des Abends wird das Essen serviert. Die Mutter der Freundin von dem befreundeten Pärchen gibt mir ein bisschen Süßkartoffelbrei auf meinen Teller zum Probieren. Ich lehne ab. Ich mag kein Süßkartoffeln. Der Abend vergeht. Wir gehen zusammen nach Hause zu meiner Ex-Narzisstin. Sie sagt, ich wäre nicht männlich und cool genug in dieser Situation gewesen. Ich hätte den Süßkartoffelbrei mit dem Messer wieder von meinem Teller schieben sollen. Außerdem wären wir nicht in einer Beziehung und ich sollte sofort nach Hause fahren (nach dem ich 3 Gläser Wein getrunken hatte, habe ich mir dann ein Taxi genommen).
    Was ist hier passiert?
    Bin ich der Rolle, die meine Ex-Narzisstin mir zugewiesen hat, nicht gerecht geworden?
    Hat meine Ex-Narzisstin die alleinige Deutungshoheit darüber, was Männlichkeit und Coolness bedeutet?
    Ich habe das bis heute nicht verstanden!

    2. Beispiel:
    Wir haben zwei freie Tage im Mai vor uns (inkl. Brückentag). Ich bin zu meiner Ex-Narzisstin gefahren. Habe ihr Blumen geschenkt, mein Stage Piano mitgenommen… wir haben harmonische Stunden, essen und trinken zusammen…und dann schauen wir uns (ich weiß nicht, wie wir darauf gekommen sind) alte Fotos von ihr an…Dann sagt sie plötzlich (am ersten Abend!)…ich mache Dir noch einen Kaffee und dann fährst Du nach Hause (also in meine Wohnung)…wieder nachdem ich 2 bis 3 Gläser Wein getrunken habe…habe wieder das Taxi nehmen müssen…
    Wie kann das sein, dass die Stimmung so plötzlich kippen kann?
    Wer ist hier verrückt? Ich oder sie?

    Beste Grüße
    Marc

    • Lise1 sagt:

      Da gehört wohl zum Selbstschutz, die 2-3 Gläser nicht zu trinken (Ironie mit wahrem Kern, man muss eben mit allem Unschönen rechnen)…Daran sieht man schon, wie seltsam diese Art Beziehung ist. Schön, das es deine Ex ist!

    • Zufrieden sagt:

      Für den Narz ist es eine Ohrfeige, wenn der Partner sich wohl fühlt und einfach zufrieden ist, weil sie können es nicht. Drum ist jedes Mittel recht, eine harmonische Stimmung ordentlich zu vermiesen. Dabei ist es sogar egal ob eine Hochzeitsfeier oder -reise dafür herhalten muss, den angestauten Aggressionen freien Lauf zu lassen.
      Ist einfach die Erfahrung, die ich mit einem Narzissten machen durfte.

      • Gehörnter sagt:

        eine gute erkentnis wenn ich mit“ meiner“ mal wieder einen versuch starte und ihr erzähle das es mir gut geht ich zwar bescheiden aber zufrieden dahinlebe und meinen inneren frieden versuche zu finden hab ich das gefühl sie unternimmt alles um mich wieder herunter zu ziehen
        nach aussen hin lass ich es geschehen äusserst gelassen aber in meinem inneren ist es schwer am arbeiten und so geht alles wieder seinen gewohnten gang..ja plötzlich brauch sie ruhe und ich soll nicht mehr vorbeikommen…sie fragt noch ob sie sich melden darf natürlich sage ich ja …immer wenn du willst…dabei weis ich das sie sich nicht mehr meldet und ich hoffe ich kann es dabei auch belassen

        • Zufrieden sagt:

          @Gehörnter. Nach meinem Verständnis fehlen bei Dir klare Richtlinien und Grenzen an Dich selber und an sie. Du hoffst, sie meldet sich nicht mehr, im gleichen Atemzug gibst Du ihr aber die Erlaubnis, sich jederzeit melden zu dürfen, wann immer SIE WILL. Für mich sind das ambivalente Vorgehensweisen, die in dem Rahmen nicht weiterhelfen werden.
          Bei einem Narzissten braucht es klare Ansagen, nämlich:
          *Melde Dich nicht mehr, unsere Beziehung ist beendet“ oder „Melde Dich am Tag XX, andersweitig habe ich keine Zeit“. Und dies ganz konsequent durchziehen. Sonst bist und bleibst Du der Ping Pong-Ball auf Dauer.
          Insbesondere verschaffe Dir zu Dir selber Klarheit, was willst Du eigentlich für Dich. Du versuchst Frieden zu finden…NICHT VERSUCHEN, sondern MACHEN. Der Weg ist steinig, aber lohnenswert.

          Wer will kann…alles Gute und Kraft für Dich.

      • Trin sagt:

        Im letzten Urlaub auch wieder erlebt! Ich fühle mich pudelwohl. Auch mit ihm. Und er sich augenscheinlich auch. Und dann von jetzt auf gleich ein Cut! So massiv für jeden Pups. Und das steigert sich von Tag zu Tag. Normaler Smalltalk … absolut nicht mehr drin. Ich fühle mich nicht mehr wohl…und er blüht auf…haha ?

  7. Zufrieden sagt:

    Sehr geehrter Herr Grüttefien,

    ich danke Ihnen für Ihre Augenöffner-Beiträge. Den Narzissmus gibt es seit unendlicher Zeit, nur thematisiert wurde er wahrscheinlich so gut wie gar nicht oder wenn, hinter vorgehaltener Hand. Ich kenne noch einige Paare aus der älteren Generation, in dem Narzissmus eine grosse Rolle spielt und Duldung sowie Resignation an der Tagesordnung ist.
    Das Zeitalter des Internet, der Informationsfülle gibt somit Chancen und Fülle, dieses Thema an die Öffentlichkeit zu bringen und dazu tragen Ihre Beiträge ganz ordentlich bei. Ich hoffe sehr, dass viele sich bewusst werden, mit einem Narzissten an der Seite, was sie sich selber jeden Tag damit antun und den Mut finden, den Koffer und die Beine in die Hand zu nehmen.

  8. Thomas Hagenunger sagt:

    Bei meiner Ex-Frau war es am Bweginn der 16 jährigen Ehe, in der ich viel erduldet hab, so das ich nachdem meine Zweizimmerwohnung für ihre 2 Kinder aus erster Ehe, sie und mich zu klein war wir bei meinen Eltern in einer umgebauten Wohnung eingezogen sind. Anderthalb Jahre später erkrankte meine Mutter an Luungenkrebs, an dem sie 4 Jahre später starb. Kurze Zeit nach Bekanntwerden wollte meine Ex (Krankenschwester!!!) samt Kindern ausziehen. Begründung war das sich meine Mutter nicht mehr zu Genüge um eines ihrer Kinder, das an der TZuckerkrankheit litt, kümmern konnte.

    Ich, in einem Loyalitätskonflikt stehend, zog mit ihr, den Töchtern aus ihrer ersten Ehe sowie eigenem Kleinkind zu ihrer Familie.

    Das hatte zwei Dinge zur Folge: ich war isoliert von meiner Familie und wurde später von der Ex und ihrer Herkunftsfamilie, die mich nie akzeptiert hatten, mit den ganzen narzisstischen Folgen beladen. Illoyalitäten, Lug, Mobbing und Betrug waren dauerpräsent und am Ende des narzisstischin Ablaufs wurde ich am Telefon übergangslos entsorgt!

  9. Anett sagt:

    Wieder ein super treffender Beitrag, vielen Dank dafür. Plötzlich werden mir wieder Situationen allgegenwärtig aus Zeiten, wo „Narzisst“ für mich nur ein Wort war und ich es maximal ansatzweise unterbewusst mit meinem Mann in Verbindung gebracht hätte.
    Zum Punkt „plötzliches Weggehen“ fällt mir spontan ein Abend im Urlaub ein: Frisch verheiratet, Hochzeitsreise sozusagen, die erste gemeinsame Flugreise in ein fremdes Land. Es war die Galaveranstaltung zum Abschluss der Reise, ein ausgelassenes Beisammensein mit anderen Mitreisenden in einem großen Saal eines Hotels. Wir saßen neben einem Paar, mit dem wir uns ein wenig angefreundet hatten. Die Männer waren draußen rauchen, wir Frauen unterhielten uns. Der andere Mann kam wieder in den Saal, mein Mann war wohl noch zur Toilette und kam und kam ewig nicht wieder. Wir Frauen machten uns schon ein wenig Sorgen, also ging nach ihm schauen. Er stand vor dem Hotel und war im Begriff, mit dem Shuttlebus zurück in unser Hotel zu fahren. Einfach so, ohne mir Bescheid zu sagen, ohne einen ersichtlichen Grund. Er hatte sich wohl einfach zu wenig beachtet gefühlt, die Eifersucht auf meine Gesprächspartnerin vergiftete im wohl den Abend. (Ob er tatsächlich gefahren wäre oder nur geblufft hat, bin ich mir nicht ganz sicher. Verantwortungsgefühl und Emphatie für den Partner geht dem Narzisst ja in den meisten Fällen ab.) Uneingeschränkte Aufmerksamkeit ist ja quasi ein lebensnotwendiges Grundbedürfnis von Narzissten, das weiß ich heute auch.

    Man kann einfach niemals genug vorbereitet sein, sondern nur dazu lernen für’s nächste Mal. Und Vorkehrungen treffen: Wenn man gemeinsam unterwegs ist, immer genug Bargeld dabei haben, zumindest die eigene ec-Karte. Die Hotelzimmerschlüssel, wenigstens die zweite Türkarte, selbst einstecken. Die Flugtickets, zumindest das eigene, an sich nehmen. Ich habe mein eigenes Konto, im Kfz-Brief und Zulassung meines Auto stehe ich, die Schlüssel habe ich. Wichtige Dokumente bewahre ich an einem sicheren Ort auf bzw. habe sie digitalisiert, ich habe Fotos von meinen persönlichen Sachen und Wertgegenständen digital abgelegt und einiges mehr. Selbstverständlich ist mein Handy passwortgeschützt, auch wenn ich grundsätzlich nichts zu verbergen habe.

    Hört sich alles ganz schön anstrengend an, ist es auch, eine Beziehung zu einem Narzissten ist anstrengend! Man wächst daran oder geht kaputt. Zweites werde ich nicht zulassen, denn gerade so ein Narzisst ist ja auch nicht fehlerlos. Man kennt seine Schwächen und Stärken und zieht bestenfalls seine Vorteile daraus.

    • Leider scheint es in der Tat aufgrund der Unberechenbarkeit des Narzissten notwendig zu sein, auf alle Eventualitäten vorbereiten zu sein und handlungsfähig zu bleiben, wenn der Narzisst plötzlich weggeht oder seine Hilfe verweigert.

    • Zufrieden sagt:

      @Anett, zu dieser Vorsorge kann oder muss ich sogar unbedingt raten.
      Ich habe das nicht getan, sondern vertraut und nach der Trennung wurden wichtige Unterlagen, Wertgegenstände, Geld einfach entwendet, nur weil ich nicht schnell genug war, alles in Sicherheit zu bringen.

      • Lise1 sagt:

        Bei mir auch, auch ganz persönlicher Goldschmuck usw. war weg, von wichtigen Akten gasnz zu schweigen, auch was nach der Scheidung vom Gericht zugesprochen war, war zerstört, bekam ich somit nicht. Für eine Klage dagegen um irgend einen Ersatz oder um Geld für Neuanschaffungen dafür zu bekommen, hatte ich kein Geld mehr und nach den ezermürbenden jahren keine Kraft mehr. Es war ihm egal, was Richter festlegten, er hielt es einfach nicht ein, wissend, dass es nur mit viel Aufwand durchgeseztt werden kann mit neuen Verfahren, was Richter urteilen.

        Ich hätte mich besser sichern und abgrenzen müssen, hatte zu viel Vertrauen in ihn (viel nicht, denn ich wusste ja, was er treibt, aber dass er sich an Urteile halten wird. Aber das war auch ein Irrtum) und in die Ämter und in die Rechtsprechung, aber ich wusste nicht, was Narzissmus bedeutet.

        • Zufrieden sagt:

          Genau. Den finanziellen Hahn abdrehen, wichtige Unterlagen verschwinden lassen, damit man richtig Probleme bekommt und im Schlamassel steckt und zuguterletzt nicht dagegen vorgehen kann.
          Ich rate nochmals dazu, sich in solch einer Beziehung die eigene finanzielle Freiheit aufrechtzuerhalten, Nachweise von Eigentums- oder Besitzrechten zu sichern, das ist das A und O.
          Und überhaupt wissen, wer man ist, was geht, was nicht!

  10. Wilma sagt:

    Ich bin immer wieder neu erstaunt darüber, wie Herr Grüttefien, dass exakt zum Ausdruck bringen kann, wofür mir Selbst über viele Jahre hinweg einfach die Worte fehlten.
    Vielen Dank, für die aufschlussreichen Inhalte zu so einem immer noch sehr im Dunkeln liegenden Thema in unserer Gesellschaft.
    Besonders bekommt man es als Betroffener zu Spüren bei Therapeuten, Anwälten, Sozialpädagogen und ohne dieses Spezialgebiet.
    Ich hoffe, dass sich das schon bald ändern wird, denn zuviele Frauen und Kinder sind davon Betroffen.
    Ich habe diese Internet-Seiten schon an etliche Frauen und auch Männer weitergeleitet.
    LG.
    Wilma

  11. Jörg sagt:

    …bei meiner Ex waren die Stimmungsschwankungen so drastisch, dass ich sie gar nicht wiedererkannte, hab ich hier ja schon mal beschrieben. Sie sah anders aus, fühlte sich anders an, ein fremder Mensch. Ich war dann immer so irritiert, wusste gar nicht wie ich darauf reagieren sollte. Noch heute, so lange danach, nagt manchmal der Zweifel an mir, ob Sie nicht im Gegensatz zu mir einfach eine ausdrucksstarke Persönlichkeit war. Hab das Thema soweit durch, dass ich weiss, so und in dieser Form, ist es eher eine ausgeprägte Persönlichkeitsstörung, diesen Beziehungstanz auf Eierschalen werde ich nicht vergessen, aber trotzdem, der Zweifel hält sich hartnäckig.

    • Jörg sagt:

      ..ich möchte noch hinzufügen, dass sie nicht nur bad vibrations gut in Szene setzen konnte, sondern auch wenn sie interessiert war oder einfach nur gut drauf war. Sie sah dann aus wie zwanzig, war aber auf seltsame Weise unnahbar. Als wenn sie sich im Scheinwerferlicht sonnen würde, alle sahen Ihr zu und bewunderten Sie, eine Diva eben. Insgesamt ein schillernde Persönlichkeit, ich glaub das macht sie so anziehend, den BackstagePass zur chaotischen Garderobe, bekommt man ja erst später untergejubelt. Nicht die VIP Variante, eher die des Schirmträgers.

      • Anett sagt:

        Das ist eine sehr zutreffende Beschreibung. Süchtig nach Beachtung und Applaus. Aber „soweit durch“ bist du wohl mit dem Thema doch noch nicht? Das Erlebte sitzt einfach noch zu tief, um endgültig einen Haken dran machen zu können, oder?

        • Jörg sagt:

          Es kommt immer mal wieder, phasenweise. Wenn es dann so ist, nutze ich die Gelegenheit zur ausgiebigen Selbstreflexion. Wie an einem fluss sitzend. Ab und an treiben Erinnerungen oder Eindrücke vorbei, die gucke ich mir dann genau an versuche zu verstehn und lass sie weiterziehn. Das hat bei mir am Besten funktioniert sonst komm ich nicht dazu die gewonnene Erkenntnis auch umzusetzen, ja in diesem sinne haste recht, da sitz noch was, aber ich hab auch schon viel verändert, innen wie aussen, hab meine lange auf Eis gelegte Musikerlaufbahn wieder ins Visier genommen, bin zwar schon to old to die young, aber was soll’s…

    • Anett sagt:

      Jörg, deine Zweifel sind unberechtigt, definitiv. Das hat mit ausdrucksstarker Persönlichkeit wenig zu tun. Rücksichtslosigkeit würde es schon eher beschreiben und ausgeprägte Persönlichkeitsstörung sowieso.

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