Narzissmus und Liebe

Beim Narzissmus ist die Liebe ein ganz zentrales Thema: Es geht um die totale Verschmelzung und das Einswerden mit dem anderen in vollkommener Harmonie. Doch obwohl die beiden Liebenden größten Wert auf innige Nähe legen, kreisen beide nur um sich selbst. In einer narzisstischen Liebe bleiben sich die Partner fremd, weil jeder nur sich selbst sieht. Eine narzisstische Liebe ist daher geprägt von Eitelkeit, Egoismus, Unterdrückung, Zweikämpfen und Machtspielen.

Narzissmus und Liebe: Ein Paar liebt sich

Bild: © kiuikson – 123rf.com

Liebe spielt beim Narzissmus eine besonders wichtige Rolle: Der narzisstische Mensch braucht unablässig das Gefühl, liebenswert zu sein, und sucht daher die perfekte Liebe, die seinen Fantasien gerecht wird. So wie er sich selbst für großartig und unwiderstehlich hält, so muss auch die Liebe sein: einzigartig, gigantisch und berauschend. Der Narzisst sucht die vollkommenen Verschmelzung mit seinem Partner und träumt von einer Liebe, die immer leidenschaftlich und harmonisch verläuft, in der es nie zu Streitigkeiten kommt, beide Partner immer einer Meinung sind und die gemeinsame Zeit ausschließlich aus Vergnügen, Intimität und Erotik besteht.

Vor allem der Anfang einer narzisstischen Liebe gleicht einem gewaltigen Feuerwerk. Zwei Menschen treffen aufeinander, verführen sich, begehren sich heiß und innig und erleben eine grandiose Liebe, in der alles möglich erscheint. Die Verliebtheit ist grenzenlos und die Sehnsucht nach dem anderen unbändig. Die Realität und das graue Alltagsleben werden ausgeblendet und in dem anderen wird der ideale Partner gesehen, den man sich immer gewünscht hat, der genau den eigenen Vorstellungen entspricht und perfekt zu passen scheint. In einer narzisstischen Liebe treffen sich zwei scheinbar makellose Partner, die ihren Traum von einer perfekten Liebe verwirklichen wollen.

Narzisstische Liebe: Eine Liebe, die sich nur um sich selbst dreht

Leider bleibt aber in einer narzisstischen Liebe von dem anfänglich lodernden Feuer nicht mehr viel übrig. Die beiden Liebenden scheitern an sich selbst, weil sie in dem anderen nicht die Person sehen, die sie tatsächlich ist, sondern nur das Ideal, das sie brauchen, um sich selbst lieben zu können. Die Erwartungen an eine solche Liebe sind enorm und der narzisstische Liebende tut alles dafür, dass die Illusion von der perfekten Liebe erhalten bleibt: Unangenehme Seiten darf es an dem Partner nicht geben – er will sie nicht sehen oder sie dürfen nicht zum Vorschein kommen. Selbst verbirgt er ebenfalls seine vermeintlich negativen Seiten, um so den anderen von sich zu beeindrucken und für immer an sich zu binden.

Narzisstische Liebe ist gekennzeichnet durch gegenseitige Blendung. Im Vordergrund stehen das eigene Selbst und das narzisstische Bedürfnis, geliebt werden zu wollen. Es geht weniger um die andere Person als vielmehr darum, sich als begehrenswert zu erleben. Der Partner wird nur zur Selbsterhöhung gebraucht und aus diesem Grund verherrlicht, solange er sich entsprechend dem Idealbild verhält. In einer narzisstischen Liebe geht es kaum darum, wie es der anderen Person geht, wie sie wirklich ist, was sie im Innersten fühlt und denkt und welche Bedürfnisse, Werte und Ängste sie in sich trägt. Den Partnern geht es nur darum, sich durch die Beziehung selbst zu bereichern.

Narzisstisch liebende Menschen fühlen sich nicht in den anderen ein. Sie können sich nicht auf den anderen einlassen, sondern fragen sich immer, welchen Vorteil sie von der Beziehung haben. Bekommen sie in der Verbindung nicht das, was sie brauchen und was ihnen nützt, wird die Beziehung abgewertet oder einfach beendet. Es besteht kein wirkliches Interesse am Gegenüber, es fehlen echte Sorge, tiefe Anteilnahme am Erleben des anderen sowie aufrichtige Achtung und Wertschätzung. Alle diese Eigenschaften sind nur oberflächlich vorhanden und werden nur eingesetzt, um den anderen zu verzaubern und für sich zu vereinnahmen.

Narzissmus und Liebe: Der Versuch, den Traum zur Wirklichkeit werden zu lassen

Je schwächer oder instabiler das Selbstwertgefühl eines Menschen ist, desto mehr wird er auf die Zuwendung, Bestätigung und Bewunderung anderer angewiesen sein. Da er sein Selbstwertgefühl nicht aus sich selbst heraus regulieren kann und sich seines wahren Wertes niemals sicher ist, braucht er sein Gegenüber, um die Bestätigung zu erhalten, dass er liebenswert und wertvoll ist. Er will über den anderen an Selbstwert gewinnen. Aus diesem Grund kann zu einem narzisstischen Menschen natürlich nur ein anscheinend makelloser und grandioser Partner passen, der all das widerspiegelt, was er sein möchte oder was er zur Selbststärkung benötigt.

Eine narzisstische Liebe

Bild: © Volodymyr – stock.adobe.com

Doch diese Form der Selbstwertregulierung macht ihn verführbar und abhängig. Wenn sich der Mensch als etwas Besonderes fühlen will – ja, sogar muss, um seinen inneren Mangel kompensieren zu können -, dann verliert er seinen objektiven Blick auf diese Welt. Er will nur sehen, was er braucht, und es darf nur das da sein, was ihn glücklich macht. Bekommt er anfänglich das geboten, wonach er sich so sehr sehnt, kann er nicht genug davon bekommen und gerät in eine emotionale Abhängigkeit. Er erkennt nicht die Illusion, in die er sich begeben hat, und schwärmt selbst dann noch von der großen Liebe, wenn die Tatsachen eine ganz andere Sprache sprechen.

Eine narzisstische Liebe wird von Selbstsucht geleitet: Zwei Menschen bilden nicht ein gemeinsames Wir, sondern jeder ist nur darauf aus, das Optimum für sich aus der Beziehung herauszuholen. Die gemeinsame Zeit wird somit als Bühne der Selbstdarstellung genutzt: Der andere muss eine Rolle spielen, die nahtlos zu der eigenen Rolle passt, so dass gemeinsam eine perfekte Performance entstehen kann. Mit anderen Worten: In einer narzisstischen Liebe schmückt sich der eine mit dem anderen.

In der Beziehung kommt es zur narzisstischen Kollusion

In einer narzisstischen Liebe ist gerade wegen der hohen Erwartungshaltung nicht zu verhindern, dass die Partner ständig aneinandergeraten – nämlich dann, wenn sich einer nicht so verhält, wie es der andere braucht. Dann kommt es unentwegt zu Streitigkeiten, in denen es darum geht, wer sich wem unterordnet und wer auf seine Authentizität verzichtet, damit die großartige Liebe weiterbestehen kann. In einer narzisstischen Liebe läuft es daher immer darauf hinaus, dass einer der Partner die Führerschaft übernimmt und bestimmt, während der andere sich unterordnet und folgt.

Durch das Dominanzstreben des starken Partners ist der schwache Partner gezwungen, sich aufzugeben und das Selbstbild des starken Partners zu stützen, indem er ihn fortlaufend verwöhnt und bewundert. Auf diese Weise fühlt sich der starke Partner sicher, weil er in seinem Größenbild gespiegelt wird. Gleichzeitig kann sich der schwache Partner durch seine Unterwürfigkeit und Fürsorge des Schutzes des starken Partners sicher sein und so seinen eigenen Selbstwert pflegen. Der Schwache braucht einen dominanten Partner, um das Gefühl der eigenen Minderwertigkeit kompensieren zu können, und der Starke sucht einen nachgiebigen Partner, um sich über dessen Schwäche als überlegen zu erleben.

So kann eine perfekte Symbiose entstehen, die so lange hält, wie keiner die Ängste des anderen ernsthaft berührt. Solange sich der Schwache fügt, keine überhöhten Ansprüche stellt, den Starken unterstützt und auf autonome Bestrebungen weitgehend verzichtet, fühlt sich der Starke sicher und idealisiert seinen Partner. Und solange der Starke seinen Partner auf Händen trägt, ihn wertschätzt und begehrt, kommt dieser nicht in Kontakt mit seinen Ängsten und hat daher keinen Grund zur Beschwerde. So nimmt jeder der beiden eine Rolle ein, die ihm maximale seelische Stabilität verspricht und die es ihm ermöglicht, die Beziehung zu kontrollieren.

Narzissmus und Liebe: Ein ewiges Schwanken zwischen Nähe und Distanz

Doch auf Dauer werden sich die Partner nicht an ihre Rolle halten, weil dies der normalen Entfaltung der Persönlichkeit entgegenläuft. Früher oder später kommt es zum Eklat: Verlässt einer der Partner seine Rolle, bekommt der andere Angst, die Kontrolle zu verlieren und seine Bedürfnisse nicht mehr befriedigt zu bekommen. Es kommt zum Streit, bei dem am Ende einer nachgeben muss – in der Regel der schwache Partner –, damit sich die alte Ordnung wieder einstellt. Als Symbol der Einigkeit führt die Versöhnung zum Sex, bei dem dann wieder die scheinbar ideale Liebe erlebt wird und der als unwiderlegbarer Beweis dafür dient, dass man zusammengehört.

In einer narzisstischen Beziehung wird Sexualität mit Liebe verwechselt. Weil jeder von dem anderen so unglaublich begehrt wird, fühlen sich beide unwiderstehlich und glauben, etwas ganz Besonderes zu sein. Körperliche Zuneigung und Begierde ersetzen echte Hingabe, wahres Vertrauen und Mitgefühl, die ja im Grunde keiner von beiden für den anderen wirklich empfindet. Je genialer der Sex, desto größer muss die Liebe sein und desto besser passt man zusammen – so einfach ist die Schlussfolgerung narzisstisch Liebender.

Wer narzisstisch liebt, führt selten erfüllende und glückliche Beziehungen. Weil das verletzte Selbst in die Beziehung hineingetragen wird, ist die Sorge um den eigenen Schutz und das eigene Wohlergehen zu groß, als sich auf einen anderen vorbehaltlos einlassen, sich wirklich öffnen, vertrauen und eine tiefgehende Beziehung führen zu können. Narzisstischen Menschen gelingt keine ausgewogene Balance zwischen Nähe und Abstand: Zu viel Nähe erzeugt die Angst, an Autonomie einzubüßen, und zu viel Distanz erzeugt die Angst, nicht geliebt zu werden und wertlos zu sein.


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Veröffentlicht in Blog, Narzisstische Gesellschaft
27 Kommentare zu “Narzissmus und Liebe
  1. Maya sagt:

    Hallo zusammen, ich empfehle das Buch: die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe, das lese ich gerade auch um bei einem neuen Mann nicht die gleichen Fehler zu machen wie bei dem narzisstischen Ex und um mich selbst besser kennen zu lernen, keine Beziehung kann nicht die Lösung sein nach einer schrecklichen Erfahrung 🙂
    Ich glaube an die Liebe, bei der auch der Kopf mitspielt, nicht in einem unübersichtlichen Märchenwald, sondern in einem von uns beiden gestalteten Garten
    Liebe Grüße
    Maya

  2. Ira sagt:

    Hallo zusammen,
    derzeit mache ich mir wieder verstärkt Gedanken zur Thematik.

    Unser Sohn ist mit einer Frau mit Narzissmus-Persönlichkeit verheiratet, hat zwei Kinder. Da er den Kontakt auf ihr Betreiben hin, mit uns abgebrochen hat und wir nicht wissen, wie es ihm geht, frage ich mich, ob es zwischen Ihnen auch solche „on“ und „off“ Beziehungsphasen gibt, dieses Hin und Her zwischen Nähe und Distanz, ob sie miteinandern glücklich sind, wie die Kinder sich dabei fühlen.

    Und ich frage mich, was wir als Eltern falsch gemacht haben, damit unser Sohn sich eine narzisstisch veranlagten Frau zugewandt hat.

    In einem anderen Beitrag auf dieser Webseite schreibt Herr Grüttefien, dass die Personen die einem narzisstischen Menschen verfallen, selbt schwach sind und ihre Impulse nicht leben durften. Unseren Sohn, haben wir bis zum Bruch nicht als schwach erlebt, sondern als jemanden, der sehr wohl in der Lage ist, seine Wünsche, Bedürfnisse und Vorstellungen umzusetzen.

    Und an die von Euch, die geschrieben haben, wie viele Jahre sie schon mit einem narzisstischen Menschen zusammen leben. Wie schafft Ihr das?

    LG
    Ira

    • Menschen, die mit Narzissten zusammenkommen, sind nicht schwach – sie haben aber einen schwachen Punkt, an den der Narzisst andockt.

    • Peter sagt:

      „Und ich frage mich, was wir als Eltern falsch gemacht haben, damit unser Sohn sich eine narzisstisch veranlagten Frau zugewandt hat.“

      Meine Einschätzung dazu: Scham oder Schuldgefühle sind zwar verständlich, aber hier nicht angebracht. Denn das Wissen über das Phänomen des Narzissmus ist in unserer Gesellschaft allgemein, aber auch unter Fachleuten wie Psychologen, Therapeuten, Lehrern, Sozialarbeitern und Juristen im Speziellen gegenwärtig noch so gering, dass es kein Wunder ist, dass Ihr Sohn einer Narzisstin auf den Leim gegangen ist bzw. sie ihn nicht davor schützen konnten: Sie hatten ganz einfach nicht die nötigen Informationen dazu.

      Man muss nicht dumm oder tollpatschig sein, um Narzissten auf den Leim zu gehen. In den Vereinigten Staaten sind 70 Millionen Menschen einem Narzissten auf den Leim gekrochen. Aber das allgemeine Wissen über Narzissmus in der Gesellschaft und unter Fachpersonen wird vermutlich in den kommenden Jahren zunehmen, so zumindest die Hoffnung. Diese Website bzw. Sven Grüttefien und mittlerweile einige andere Autoren und Youtuber arbeiten im deutschen Sprachraum daran, während im angelsächsischen Raum schon etwas länger darüber publiziert wird.

      Mobbing ist heutzutage an vielen Schulen ein Thema, das professionell vermittelt wird. Vielleicht wird auch Narzissmus einmal ein schulisches Thema sein, wenn nicht gleich als Schulfach, so doch vielleicht im Sinne einer Informationskampagne. Wenn man bedenkt, wieviel lebensbestimmendes Unheil das Unwissen über Narzissmus erzeugen kann – siehe Ihr Beispiel – und wie oft das geschieht, könnte man dieses Wissen gut und gerne in die Lehrpläne aufnehmen.

    • Anka sagt:

      Liebe Ira,

      Eine ähnliche Erfahrung habe ich machen müssen.
      Ich selbst lebe allerdings ohne Partner.

      Mein Sohn hat mit seiner Frau auch zwei Kinder. Der Große ist noch keine 10 Jahre, der Kleine ist etwas über 1 Jahr.

      Die gesamte Entwicklung zu beschreiben wäre zu umfangreich. (Die Situation scheint mir aber sehr ähnlich…)
      Jedenfalls gab es da zwischen uns eine schleichende „Kontaktverweigerung“…

      Nur erstmal vorab.
      Wir haben wieder Kontakt, worüber ich sehr froh bin.
      Dieser ist sporadisch und sehr oberflächlich. (Ca. 1xpro Woche 1,2,3 Bilder per WhatsApp.)
      Ich hätte das natürlich gern anders… Aber ich bin froh und dankbar.

      Mein Großer (Enkel) hatte solange immer wieder gefragt (genervt🤭😊) bis mein Sohn dann doch …
      Dann war er auch wieder in den Ferien hier, 2x hintereinander.
      Ich möchte damit nur sagen, es ist auch bei euch noch nicht aller Tage Abend 😉

      Allerdings,
      und jetzt kommt die „schlechte“ Nachricht,
      ihr könnt und dürft jetzt nicht(s) (viel) tun.

      Ich habe das Gefühl, euer Sohn ist behütet aufgewachsen.
      Nach meinem Gefühl habt ihr nach bestem Wissen und Gewissen euer Leben mit ihm gelebt.
      „Fehler“ machen sicher selbst die „besten“ Eltern.
      Sucht jetzt nicht danach.
      Ihr verzettelt und
      ver-irrt euch nur!
      Sollte es tatsächlich da seinerseits irgendwelche „Vor-würfe“ geben, wird es die Zeit bringen.
      Ich bin mit keinerlei Vorwürfen je konfrontiert worden.
      Ganz im Gegenteil.
      An selbstbezogene oder
      -süchtige Menschen kann ein Jeder/e geraten und
      vielleicht ist „Narzissmus“ als Ursache ja auch nur eine Vermutung.
      Oft wissen wir nicht wirklich, wie die ganzen Zusammenhänge sind.

      Mir ist da allerdings schon etwas ganz sehr(!) aufgefallen.
      Und ich habe da so eine Vermutung…
      Wird dir/euch sicher nicht gefallen, aber wenn diese auch nur Ansatzweise zutrifft, könntet ihr eure Sorgen vergessen und das/euer „Narzissmus-Problem“ löst sich (hoffentlich!) nahezu in Luft auf…

      Festgestellt habt IHR ja, daß euer Sohn (ACHTUNG !)
      „sehr wohl in der Lage ist, seine Wünsche, Bedürfnisse und Vorstellungen umzusetzen.“

      Was also könnte das (die Situation) jetzt (auch!)
      bedeuten ?!

      ER setzt genau das um, was er will. Er grenzt sich ab. Er will (hoffentlich) mit seiner Frau gemeinsam eine eigene Familie und Zukunft aufbauen.
      Er ist ein erwachsener Mensch. Er darf das handhaben wie er (hoffentlich) mit seiner Frau gemeinsam das will.
      Er darf Fehler machen.

      Ich kann mich irren!
      (Hoffentlich nicht!)
      Vielleicht will er aber damit tatsächlich nur eurer „Behütung“ ent-fliehen, eurer „Sorge“ um ihn.
      Ja, vielleicht war es auch auf „Betreiben seiner Ehefrau“ …

      Laßt ihn los, gebt ihn frei, kümmert euch um eure gemeinsame Lebenszeit. So wie (hoffentlich) euer Sohn das gemeinsam mit seiner Frau auch tun will.

      Wenn ihr diese
      NOT-WENDIG-KEIT
      (für euch!) erkennt, wird sich manches von bestimmt von ganz alleine klären!

      Wenn ich „falsch liege“, geht’s aber auch nur so.

      Ich wünsche dir, deinem Mann und eurem Sohn mit seiner Familie das Allerbeste !
      Ganz herzliche Grüße Anka 🙋

    • Rosy sagt:

      Hallo
      Sie haben nichts falsch gemacht, und auch wenn ,ist Fehler menschlich..
      Also muss ihnen sagen,mich hat man versucht 3 Jahre lang mich von Familie und Freunde zu isolieren, die Macht über mich zu haben,aber sie hatten es eben mit mir nicht geschafft..
      Habe mich getrennt und auch geschieden.
      Wünsche Ihnen alles Gute ohr Sohn würde beeinflusst und manipuliert

  3. Waldhaus sagt:

    Ich frage mich, ob dem Narzissten (m/w/d) das alles bewusst ist und er/sie berechnend so seine/n Partner/in aussucht, oder ob er/sie intuitiv handelt? Und was, wenn er/ sie darauf angesprochen wird? Laufen dann alle weg oder schweigen einfach, so wie mein Mann es tut? Ich bin seit vielen Jahren mit so einem Narzissten verheiratet und habe mich innerlich von ihm gelöst, so dass er mich weder manipulieren noch beherrschen kann. Auch hat er bereits sehr oft erhebliche Gegenwehr meinerseits erfahren – und bleibt trotzdem.

  4. lilli sagt:

    Sehr anrührender Text.
    Was ist Liebe ?
    ‚Das Schönste aber hier auf Erden ist lieben und geliebt zu werden‘,
    sagt Wilhelm Busch.
    Und wenn Verstrickungen und Knoten entstehen,
    braucht man Lösungen,
    Auflösung der Knoten
    oder Erlösung vom Verstricken.
    Glaube, Liebe, Hoffnung,
    doch das Größte ist die Liebe, sagt die Bibel.

    • Anka sagt:

      Liebe lilli

      „Sehr anrührender Text (Punkt)“

      Ich möchte genau diesen Text und deine Aussage nutzen…

      Ja, der Text kann wirklich „an-rühren“…
      Allerdings nur die, die sich (noch) an-/be-rühren lassen. (Ich hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben)

      Ich (und damit auch Hr.Gr.) habe ja von dir schon allerlei „Statements“ zu den Texten und seiner Arbeit gelesen…
      Diese „Art“ Äußerung, gerade von dir, ist irgendwie tatsächlich eine Art „Ritterschlag“ würde ich sagen…

      Und da stimme ich absolut zu.
      Ich persönlich hab’s ja nicht so mit Superlativen, die braucht’s auch nicht, nicht wirklich.

      Diese Artikel spricht aber von der (wirklichen) Wahrheit … Oder ?
      Ich bin sehr, sehr froh über deine Zeilen gewesen. Und ich bin sehr froh, daß Hr.Grüttefien diese „sanfte Kurve“
      genommen hat.

      Möge diese „An-rührung“ sich bei dir ganz tief aber sanft, Stück für Stück „ein-graben“…

      Alles, alles Liebe 🙋

  5. Sonja sagt:

    Ich habe seit 52 jahren mit narzissten zu tun und bezweifle, dass diese liebe empfinden können, weder zu sich noch zu anderen, egal ob kind, partner, enkel etc.

  6. Sternchen1234 sagt:

    Ich stimme dem Bericht voll und ganz zu. Ich komme auch aus einer narzisstischen Beziehung, ich war wohl meißtens der „schwächere“ Partner. Obwohl ich auch der Meinung bin, dass diese „Rollen“ auch mal wechseln.

    Seit knapp 1 Jahr ist die Beziehung beendet. Corona hat einen großen Anteil daran. Aber mittlerweile ist von der Verzweiflung ab und an schon ein Lichtblick in Erleichterung zu ahnen. Obwohl es mich wohl in „schwachen“ Momenten immer wieder erwischt. Diese Traurigkeit, „die große Liebe“ nicht leben zu können. Als Hochsensibler Mensch sind die Gefühle im positiven wie im negativen, manchmal kaum aushaltbar.
    Zumal wir immer noch Kontakt zueinander haben.

    Aber ich hoffe sehr, dass es irgendwann „leichter“ wird.

    Bleibt alle gesund !

  7. Yvonne sagt:

    Dieses Liebesverhalten (Geh weg, komm her,/ Erwachsenenspiele Watzlawick) scheint aber heutzutage weit verbreitet zu sein. Vor allem am Anfang und/oder am Ende einer Beziehung. Ob das alles nur auf Narzissmus zurückzuführen ist, weiss ich jetzt nicht. Wenn Verliebtheit nicht in Liebe umgewandelt werden kann, oder die Liebe einseitig ist/wird, äussert es sich genau so. Dann gibt’s die berüchtigten Macht und Nähe-Distanz -kämpfe.
    Ist das nicht irgendwie normal geworden, wenn es doch so verbreitet ist? Unter Millennials sowieso, aber eben nicht nur dort.

    • Anka sagt:

      Normal
      (innerhalb der „Verteilungskurve“ in der Norm-alität liegend) bedeutet ja nicht gesund.
      Das weist nach meinem Verständnis eher auf die erschreckende Häufigkeit von ungesunden/unnatürlichen frühkindlichen Bindungs (lern)erfahrungen hin.

      Und da sind wir bei der Not-wendigkeit neue Erfahrungen machen zu müssen. (Was ja die Grundlage einer Psycho-Therapie ist)

      Doch da kommen wir wohl wieder an den gleichen (Knack)Punkt, wie im Leben allgemein…

      Wer ist bereit sich tatsächlich für neue Erfahrungen zu öffnen, ganz neu zu lernen?
      Der Wunsch danach muss von innen kommen. Und die Bereitwilligkeit muß auch vorhanden sein.
      Niemand „lernt“ etwas, wenn er „doch schon zu wissen“ glaubt.

      Ich denke auch, daß es eigentlich Spiele der inneren Kinder sind.

    • Sonneblume sagt:

      …. ich denke, dass die Erwartungen heutzutage immer „märchenhafter“ wurden…..

      Idealvorstellungen in Hülle und Fülle.
      Das Paradies auf Erden.

      Und das ohne Gott.

      Es soll nun der Mensch das sein, was nur Gott sein kann.
      Der Eine.
      Der Unvergleichliche.
      Einzigartige
      Wunderbare
      Herrliche
      Prächtige
      Anbetungswürdige

      Göttlich
      Himmlisch
      Paradiesisch

      Da wohnt eine Sehnsucht im Menschen, die nach der ganz großen Geschichte verlangt.

      Bedingungslos zu lieben und geliebt zu werden. Für immer und ewig.

      Ich glaube, das finde ich wirklich immer noch im tiefsten Grunde bei und mit Gott, der die Liebe ist und sich danach sehnt, dass ich endlich wieder in seiner Nähe bleibe…. oder zu ihm komme…..

      …. und wirklich liebesfähig werde…. mit der Zeit….. auf dem Weg….. durch Höhen und Tiefen und über das „Märchenland“ weit hinaus….

      Das macht für mich Sinn.

  8. Petra sagt:

    Wie sagte Claudia Cardinale?: Eine Ehe funktioniert am besten, wenn beide Partner auch immer ein bisschen unverheiratet bleiben! Ich denke mir, dass das tatsächlich funktioniert, ob narzisstisch, oder nicht. Aber manchmal machen einem die Hormone oder die Anima einen Strich durch die Rechnung und man kann einem Menschen geradezu verfallen. Ich fürchte zwei sich gleich stark Liebende gibt es auch in einer nicht narzisstischen Partnerschaft nicht. Liebt nicht immer einer stärker, als der andere?Ich denke, dass echte Partnerschaft, im besten Falle Freundschaft ohnehin wichtiger ist, als Sex? Ist der zu Beginn nicht immer berauschend und überwältigend? In jeder Hinsicht und in jeder Beziehung?

  9. Anka sagt:

    Da sind ja ausgesprochen gut die leider
    all-gemeinen „Schwierigkeiten“ in (engeren) Beziehungen angesprochen.

    Ja, das entspricht vollkommen meinem Erleben.
    Leider ist das aber auch im „allgemeinen Kontakt“ oft regelrecht spürbar…

    Ich meine, es von
    Eckhard Tolle einmal gut beschrieben gefunden zu haben.
    Sinngemäß so, daß das menschliche „Ego“, welches sich als separates Ich sieht,
    sich auch nur von (separaten) Egos umgeben sieht. Von diesen fühlt es sich entweder „bedroht“, oder sucht diese für „seine Zwecke“ zu gebrauchen …

    Wenn jeder Part(ner) nur um „sich selber“ kreist, ist/bleibt er genau genommen in sich selbst gefangen. Er ist/bleibt Gefangener der eigenen Hoffnungen und Vorstellungen.

    Da ist/wird wirklicher Kontakt und Austausch,
    ein Mit-ein-ander (schwingen) ja regelrecht ausgeschlossen.

    Ich finde dazu gar keine richtigen Worte…
    Eine solche „Beziehung“, ist diese Bezeichnung gar nicht würdig, da es in nach meinem Verständnis keine Beziehung ist, sondern eine FARCE.

    Wirklich glücklich ist damit ganz sicher keiner von Beiden.
    Liebe Grüße 🙋

  10. Sonnenblume sagt:

    Hervorragende Beschreibung. Hat soeben einfach wieder einmal nur gut getan, das hier so zu lesen.

    Ich schau von weitem auf diese zauberhafte Bühne und etwas in mir springt wider allen besseren Wissens immer wieder von Neuem darauf an.

    Aber mit einem Lächeln, wirklich mit Humor, denke ich inzwischen immer leichter „nicht die Hoffnung stirbt zuletzt, sondern der Märchenprinz“…..

    Ich möchte mich nie wieder in diesem Wald verirren…..

    • Alpenveilchen sagt:

      Liebe Sonnenblume,

      grandios formuliert. Ich bin sehr berührt.

      Liebe Grüße
      Alpenveilchen

    • Sternchen 1234 sagt:

      Hervorragend beschrieben!! Hat mich gleich dazu animiert, selber Kurz zu kommentieren. 🙈

    • Anka sagt:

      Meine liebe, liebe Sonnenblume 😏
      Wie bisher immer liegt von dir tatsächlich
      sooo viel Herzblut, leider wirklich dein Herzblut,
      in deinen Zeilen…

      Du möchtest dich
      „nie wieder in diesem Wald verirren“… ?!

      Ehrlich gesagt, ich wünschte, du wärest aus dem Wald … (und ich hätte einen wirklichen von Beweis !)
      Fühl dich ganz sanft umarmt 😔

      • Sonnenblume sagt:

        Da siehst Du mal….. sicherlich kommt alles von Herzen, was ich schreibe. Alles andere macht ja gar keinen Sinn.

        Aber Beweise kann es ja niemals nicht geben, außer eben dieses Herzblut und die Resonanz, die ganz alleine in deinem Herzen klingt…..

        Beweis genug…. ;-)….

        …. und sicherlich würdest Du mich oft im Wald finden, wenn Du in meiner Nähe wohntest. Ich liebe doch den Wald…..

        Aber der „Märchenwald“ war einmal…… indem ich mich verirrte, aber dann mit vielen Schmerzen wieder fand und dann auch nach Hause…. Zu mir. Zu Gott. Zu meiner tiefen Sehnsucht, meiner Trauer, meinem ureigenen Heimweh nach einer wirklichen Bezugsperson, wie ich sie eben als Mädchen vermissen musste…..und…. und….. und…..

        ….. also – alles zu seiner Zeit.

        Auch das Waldmärchen hatte seine Zeit.

        Versuch und Irrtum auch.

        Aber ich mag mich dort nicht mehr verirren….

        Sei lieb gegrüsst…. von Herzen….

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