Traumabonding – In den Fängen eines Narzissten

Ein Narzisst sucht sich Opfer, die er emotional von sich abhängig machen kann, um ganz und gar über sie verfügen zu können. Dabei nutzt er subtile Manipulationstechniken, die den eigentlichen Missbrauch hinter einem vordergründig makellosen Verhalten nicht erkennen lassen und seine Opfer stark verunsichern. Diese nehmen das Traumabonding überhaupt nicht wahr und entwickeln eine anormale Ergebenheit und Anhänglichkeit dem Narzissten gegenüber.

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Unter Traumabonding versteht man die emotionale Abhängigkeit eines Opfers von seinem Täter. Das Wort Bonding kommt aus dem Englischen und heißt streng übersetzt „Verbindung“, was bedeutet, dass der Täter durch den schleichenden, aber systematischen Missbrauch seines Opfers eine traumatische Bindung erzeugt. Indem er in der Beziehung eine Dominanzstellung einnimmt und sein Opfer vereinfacht gesagt durch abwechselnde Belohnung und Bestrafung gefügig macht, wird es emotional abhängig von ihm.

Ein Narzisst bindet sein Opfer – diese können Partner, Kinder, Freunde oder Verwandte sein – durch Idealisierung und Abwertung an sich. Zunächst schenkt er dem anderen seine übertrieben positive Zuwendung, lobt ihn, verehrt ihn und macht alles für ihn. Später, wenn er den anderen für sich gewinnen konnte, weil dieser sich durch die besondere Wertschätzung geschmeichelt fühlt und sich deswegen an ihn klammert, beginnt er, diejenigen Verhaltensweisen und Eigenschaften seines Opfers, die ihm nicht gefallen, abzuwerten und sein Opfer so zu konditionieren, dass es ihm einen maximalen Nutzen verschafft  –  wobei der Narzisst nicht vergisst, zwischenzeitlich auch mal nett zu sein und sein Opfer zu loben und zu idealisieren, damit es nicht auf die Idee kommt, er könne es nicht gut mit ihm meinen.

Der Narzisst nutzt beim Traumabonding die Methode von Zuckerbrot und Peitsche. Er konditioniert sein Opfer, indem er vorgibt, was gut und schlecht ist. In einem Moment wird der andere gelobt, beschenkt und hervorgehoben und im nächsten Moment wird er kritisiert, beleidigt und entwertet. Entweder ist der andere großartig oder er ist grottenschlecht. Verhält sich sein Opfer in dem Sinne des Narzissten, wird es gelobt. Verhält es sich konträr zu den Vorstellungen des Narzissten, muss es mit Bestrafungen rechnen. Ein Opfer lernt durch diese Behandlungsweise, dass es sich nur dann geliebt, wertvoll und sicher fühlen kann, wenn es sich dem Willen seines Peinigers unterordnet und sich ganz in seinem Sinne verhält.

Traumabonding führt zur vollständigen Unselbständigkeit

Die allgegenwärtige latente Gefahr eines plötzlichen Gesinnungswechsels macht das Opfer extrem sensibel hinsichtlich des Befindens und der Bedürfnisse des Narzissten. Es will dem Narzissten unbedingt gefallen, um keine Kränkungen zu erfahren oder bestraft zu werden. Statt den Narzissten aber zu verlassen, um der Gefahr endgültig zu entkommen, bleibt es bei ihm, weil es sich durch ihn gleichfalls gestärkt fühlt: Wenn sich der Narzisst nämlich von seiner charmanten Seite präsentiert und sein Opfer wertschätzt, dann fühlt es sich großartig und ist stolz, mit so einer grandiosen Person wie dem Narzissten zusammen sein zu dürfen. Das Opfer kann sich dann als besonders erleben, was seinem Selbstwertgefühl äußerst guttut – vor allem, wenn es zuvor nur Erniedrigungen erfahren hat.

Traumabonding führt dazu, dass das Opfer irgendwann glaubt, ohne den Narzissten nicht mehr leben zu können und ihn unbedingt zu brauchen, selbst wenn dieser sein Opfer geradezu unmenschlich behandelt und dessen Selbstwertgefühl fortlaufend attackiert und destabilisiert. Ab einem gewissen Punkt ist die emotionale Abhängigkeit aber so stark geworden, dass das Opfer nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden kann. Wenn es schlecht von dem Narzissten behandelt wird, glaubt es, selbst schuld daran zu sein und es nicht besser verdient zu haben. Und wenn es zwischenzeitlich gut von dem Narzissten behandelt wird, weil es sich in dessen Sinne verhält, dann fällt die Anspannung von ihm ab und es ist überzeugt, dass der Narzisst ein guter Mensch ist.

Der Begriff „Traumabindung“ oder „Traumabonding“ ist an die Definition des Stockholm-Syndroms angelehnt: Dieses Syndrom beschreibt einen psychologischen Vorgang, bei dem ein Opfer von Geiselnahme eine positive emotionale Beziehung zu dem Täter aufbaut. Da der Entführer das Opfer als Schutz braucht, verhält er sich wohlwollend ihm gegenüber – solange es tut, was er will. Um dem Gefühl der Angst und Hilflosigkeit entgegenzuwirken, schlägt sich das Opfer auf die Seite des Täters und beginnt, sich mit ihm und seinem Verhalten zu solidarisieren. Durch die bedingungslose Identifikation mit seinem Aggressor kann sich das Opfer selbst stärken und wieder die Kontrolle über sich erlangen.

So kann es passieren, dass sich Opfer und Täter während der Geiselnahme emotional nahekommen und das Opfer zunehmend Verständnis – vielleicht sogar Mitleid – für den Aggressor entwickelt. Es beginnt, das Gute in seinem Peiniger zu sehen, und will ihn folglich durch seine Solidarisierung stärken. Es entsteht eine emotionale Bindung, die sogar so weit gehen kann, dass sich das Opfer gar nicht mehr vom Täter lösen möchte und keinerlei Hass, sondern sogar Dankbarkeit ihm gegenüber empfindet, wenn es freigelassen wird. Manchmal kann es sogar nicht einmal verstehen, wenn der Aggressor für seine Tat bestraft wird – zumindest ist es dann über das Strafmaß entsetzt.

Betroffene können sich von dem Narzissten nicht abgrenzen und erkennen nicht dessen perfide Manipulationstaktik. Der Narzisst hat sie völlig geblendet und vereinnahmt und zudem auch noch vollständig von ihrem sozialen Umfeld isoliert. Sie bekommen nur noch seine Meinung und sein Urteil zu hören, geben ihre eigenen Überzeugungen und Werte auf und leisten keinen Widerstand. Sie nehmen alles hin, was der Narzisst sagt und tut, und neigen dazu, selbst unverzeihliches Verhalten zu verharmlosen, zu beschönigen und den Narzissten von jeglicher Schuld freizusprechen.

Traumabonding erzeugt eine ungerechtfertigte, überstarke Loyalität dem Narzissten gegenüber. Um jeglicher Gewalt zu entgehen, wird der Narzisst von seinem Opfer ausnahmslos idealisiert. Diese ungesunde Form der kritiklosen Bindung verhindert, dass dem Opfer der Missbrauch überhaupt jemals auffällt und es somit eine Trennung in Erwägung zieht. Sobald ihm sein Bauchgefühl zu verstehen gibt, dass an dem Verhalten des Narzissten etwas nicht stimmen kann, sucht der Betroffene nach Entschuldigungen, die zuweilen sehr eigenartig konstruiert werden, nur damit keine Angst oder Wut gegenüber dem Narzissten aufkommt, die ihn zu unüberlegten Handlungen treiben oder ihn seine Ohnmacht spüren lassen könnte.

Traumabonding verzerrt die Wahrnehmung von Betroffenen

Weil es dem Narzissten immer wieder durch geschickte Manipulation, Täuschung, Lügen, Einflüsterungen, Überreden und Rechthaberei gelingt, das Opfer an seiner eigenen Wahrnehmung zweifeln zu lassen, und sich dieses stets aufgrund der unwiderlegbaren Argumente des Narzissten dessen Meinung anschließt, geht es irgendwann davon aus, dass es sich die eigenen Emotionen größtenteils nur einbildet. Das Opfer erkennt nicht den Schwindel, sondern unterstellt sich selbst einen Irrtum. So kommt es zu der Überzeugung, dass nicht der Narzisst falschliegt, sondern dass es selbst die Realität nicht richtig erkennt.

Durch diese kontinuierliche Verdrehung der Wirklichkeit wird die Bindung zum Narzissten nur umso stärker, weil der Betroffene ohne den Narzissten die Welt gar nicht mehr richtig wahrnehmen und einschätzen kann und somit scheinbar handlungsunfähig ist. Traumabonding lähmt das Opfer und macht es unselbständig und willenlos. In diesem Zustand kann das Opfer sogar zu Taten verleitet werden, die es ohne den Einfluss des Narzissten niemals tun würde: Es unterstützt den Narzissten dabei, andere Menschen zu manipulieren, zu täuschen und zu belügen. Das Opfer kann mit der Zeit sogar Freude daran entwickeln, andere Menschen zu missbrauchen, da es sich so als überlegen und mächtig erleben kann.

Die Sucht nach der liebevollen und grandiosen Seite des Narzissten sowie der Verlust des eigenen gesunden Urteilsvermögens halten den Betroffenen in einer missbräuchlichen Beziehung gefangen. Traumabonding führt dazu, dass sich das Opfer zunehmend von sich selbst entfremdet. Nach einer Trennung ist den meisten Opfern überhaupt nicht klar, wie sie sich so wundersam verhalten konnten und entgegen ihrem eigentlichen Wesen unsinnige Handlungen vornehmen und absurde Überzeugungen vertreten konnten. Opfer müssen nach einer Beziehung mit einem Narzissten lernen, sich von dessen Suggestionen, die auch nach der Trennung noch weiterwirken, zu befreien und wieder zu sich selbst zu finden.


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Veröffentlicht in Begriffe, Beziehung mit einem Narzissten, Blog
32 Kommentare zu “Traumabonding – In den Fängen eines Narzissten
  1. W. sagt:

    Hallo Herr Grüttefien,

    Meine Frage passt nicht ganz zum aktuellen Thema hier,aber sie bestimmt meine momentane Situation.
    Wie sollte man mit Verleumdungen umgehen???
    Bin seit knapp 2 Jahren getrennt, allerdings gleicher Arbeitgeber.
    Da ich nach der Trennung die Abteilung wechseln konnte hatte er freie Bahn für seine Verleumdungen.Er ist natürlich das arme ausgebeutete Opfer und lässt sich bis heute noch mit seinen künstlichen Heulkrämpfen bemitleiden.

    Aus produktionstechnsichen Gründen muss ich mich momentan im früheren Bereich aufhalten.
    Kollegen mit denen ich mich früher gut verstanden habe wenden sich ab.

    Jetzt stell ich mir die Frage ob ich sie aufklären soll falls es zu einem Gespräch kommt?
    Oder soll ich sie links liegen lassen?
    Ich bin ja niemandem Rechenschaft schuldig .
    Aber es belastet mich sehr wenn andere ein völlig falsches Bild von mir haben.
    Und natürlich kommt durch diese Konfrontation wieder alles hoch, zumal ich den Ex jetzt wieder sehe.
    Vielleicht könnten sie mal was zu diesem Thema schreiben.
    Ich kann mir vorstellen, das ich nicht allein mit diesem Problem da stehe.

    Vielen Dank und liebe Grüße

    W.

    • Ich würde nicht versuchen, die anderen aufklären zu wollen, sondern stattdessen im Arbeitsverhältnis sachlich und freundlich bleiben. Indem Sie Stellung beziehen, halten Sie die Gerüchte-Küche am Laufen – denn die Kollegen tragen möglicherweise Ihre Aussagen zum Narzissten und der schlägt wieder zurück. Diejenigen, die Sie kennen, werden das Gerede des Narzissten nicht überbewertet – und die, die es tun, werden Sie auch nicht vom Gegenteil überzeugen können. Beachten Sie bitte diesen Beitrag:

      https://umgang-mit-narzissten.de/wenn-dir-dein-umfeld-nicht-glauben-will/

      • W. sagt:

        Vielen Dank Herr Grüffefien für ihre Einschätzung.
        Ja, das macht Sinn.
        Es hilft mir weiter ihre Meinung als Fachmann zu kennen.
        Das gleiche gilt dann wohl auch für seine Familie?
        Die wissen alle das er ein schwieriger Mensch ist.
        Kurz nach der Trennung habe ich seinen Schwestern einen langen Brief geschriebem in dem ich tatsächlich alles ausgeplaudert habe, wirklich alles.
        Ich hatte das Gefühl mich für die Trennung rechtfertigen zu müssen.
        Diesen Brief habe ich allerdings nie abgeschickt…aus Angst, das sein Verhalten noch schlimmer wird.

        Ihnen ein schönes Wochenende

        Gruß W.

        • Dies war sicherlich eine gute Entscheidung – wenigstens konnten Sie sich alles von der Seele schreiben! Alles Gute!

          • W sagt:

            Danke H. Grüttefien,
            das bestätigt mir mein Handeln.
            Und ja, es tut sehr gut sich das Ganze von der Seele zuschreiben.
            Es gab immer wieder Situationen in denen ich meine Trennung hinterfragt habe.
            Genau in solchen Momenten habe ich mir meine Geschichte wieder durch gelesen und war dann wieder überzeugt das Richtige getan zuhaben.
            Alles auf zuschreiben hilft mehrfach.

            Gruß W.

    • Amy sagt:

      Man kommt leider schnell in die „Wer sich verteidigt, klagt sich an“ Falle. Wenn jemand nachfragt, sollte man ihm natürlich schon antworten. Aber von selbst darüber sprechen, lieber nicht. Man möchte es natürlich gern, aber damit macht man sich verdächtig, auch wenn man sich nichts hat zuschulden kommen lassen.

      Mit den Freunden und Verwandten, die meine Version der Dinge nicht hören wollten, habe ich den Kontakt abgebrochen. Damit verschwende ich keine Zeit mehr.

      • W. sagt:

        @Amy
        Danke für deine Sicht der Dinge.
        Dann hab ich ja bisher alles richtig gemacht und mich nur einer handvoll Menschen
        „ganz“ anvertraut.Diese hab ich nach Bauchgefühl ausgesucht und wurde bisher nicht enttäuscht.
        Zu allen anderen auch zu seiner Familie hab ich den Kontakt abgebrochen.
        Kollegen aus meinem direkten Umfeld habe ich nur „oberflächig“ auf ihre Fragen geantwortet.
        Meine ganze Geschichte ist auch wirklich zu persönlich um sie überall herum zu posaunen.
        Die wahre Geschichte kennt nicht mal meine eigene Familie, ihr wollte ich diese Tatsachen nicht zumuten.Aber genau deshalb können einige von ihnen meine Haltung nicht wirklich verstehen.
        Es ist eine Zwickmühle.

      • Sternelfe sagt:

        @Amy
        So habe ich das auch gehalten.
        Wenn aber dann die Flying Monkeys kamen und wollten mich bezgl des Narzissten ausfragen um ihm wieder etwas mitteilen zu können, gab ich vor nichts zu wissen und bezgl ihm, dass es keine Relevanz für mich habe.
        Irgendwann lies das dann nach.

    • Ruth sagt:

      Hallo, hat jemand gesternabend im 1. den Film ‚ Ein Schritt zuviel‘ gesehen?
      Ein gutes Beispiel für ein narzisstisches Verstrickungs-thema.
      zB sagt die vermeintliche Narzisstin zu ihrem Gegenstück:
      ‚Immer wenn ich dich sehe muss ich gemein sein, ich will das nicht mehr.‘
      …und doch geht es weiter.
      Im Text zum Film steht,es geht über gegenseitige Abhängigkeiten.
      Ich fand beide Seiten (N.und Co-N.) differenziert beschrieben.
      Gruss,Ruth

  2. Sven sagt:

    Sehr schön beschrieben.
    Bevor ich Worte dafür hatte, war eine Verteidigung dagegen kaum möglich.

    Das grausamste daran ist das die Täter oft (nicht immer) selbst Opfer davon waren, meist als Kinder – das aber Mitgefühl ihrer Opfer ausnutzend, missbrauchen um ihre eigenen Wunden ihren „Geliebten“ anzutun.

    Nicht jedes Opfer wird zum Täter! Dazu gehört auch ein Stück weit freier Wille.
    Der andere Teil ist die Neuroplastizität, welche durch Traumatisierung nachhaltigen, nur schwer zu behebenden Schaden bewirkt. Und gerade diese Art Schaden anzurichten ist für Menschen mit NPS oft eine Art Suchtmittel.
    Von wegen Narze sind resistent gegen Sucht.
    Ich sehe das mittlerweile als psychische Abhängigkeit an.
    Häme als Dopamin-kick.
    Und entzieht man ihnen das, dann reagieren sie, wie Süchtige eben reagieren – tun alles um ihr Suchtmittel zu bekommen – alles.
    Egal wer dadurch zu Schaden kommt. Und Schuld sind die anderen. Vor allem die Farm – also das ausgesaugte Umfeld, welches die Frechheit hat nicht mehr als Droge herzuhalten.

    Wie heißt es in King’s „the green mile“ noch gleich?
    Er hat sie mit ihrer Liebe getötet…

    • Sonnenblume sagt:

      Hallo Sven,

      was für ein genialer Satz:

      „Bevor ich Worte dafür hatte, war eine Verteidigung dagegen kaum möglich.“

      Dazu kommt für mich noch eine neue Sicht auf die Geschichte, die einen Anfang und ein Ende hat. Neue Perspektiven. Und die sind goldwert.

      Gruß
      Sonnenblume

    • Anka sagt:

      Sven,
      der gesamte „Mechanismus“ dieses fürchterlichen „Zusammen-Spiel“s kann bis ins letzte Detail ja leider gar nicht aufgetröselt werden.

      Jedenfalls gehe ich davon aus, daß jeder „Beziehungsgewohnheiten“ mit einbringt…

      Das kann eine grundlegende Fixierung auf ein Gegenüber sein, auf dessen Bedürfnisse und Befinden.
      Dazu dann noch ein unerkanntes, eingeschliffenes Muster von alleiniger Verantwortlichkeit und Schuld und die „Schieflage“ ist ja fast schon von Anbeginn
      vor-programmiert…

      Bis diese eigene schematische „Bereitwilligkeit“ nicht erkannt ist, wird es wohl immer wieder zu derartigen Konstellationen kommen.

      Meint man im Gegenüber dann auch noch „dessen alte Verletzungen“ zu erkennen oder werden diese sogar weitschweifend thematisiert, ist gleich „die Butter braun“.

      Ganz schnell wird auf diese „Ab-lenkung“ von sich selbst, vom eigenen Schmerz und Leid re-agiert.
      Der selber Ungeheilte übernimmt meiner Ansicht nach eine nicht zu vollbringende Mission.
      Er kennt den Opferschmerz und „beweist“ fast unaufhörlich, daß er „Nichttäter sondern Fürsorger“ ist…

      Das Gegenüber nimmt sich dabei genauso selbstverständlich wichtiger, wie es auch sein „Ungeheilter Heiler“ tut.

      Was für eine Position!
      Der/die Pseudo-Kranke lässt „die Puppe tanzen“.
      Endlich sitzt er/sie „am Hebel“.
      Endlich „steht er/sie drüber“.
      Endlich hat sich erfüllt, JETZT LÄUFT ES ANDERSRUM.

      In manchem „Kopf“ gibt es kein gleich-sein, nur ein drüber- oder drunterstehen.
      Deshalb halte ich mittlerweile „Verteidigung“ im herkömmlichen Sinne auch für ein letztlich sinnloses Unter-fangen.
      Das ist tatsächlich ein Kampf um Macht, Macht über einen anderen Menschen.
      Das ist ein Krieg, indem es bestenfalls einmal eine Art „Waffenruhe“ gibt…

      Wir alle haben gewisse Defizite, wir alle sind auch einmal „ungehalten“ oder „gar nicht nett“.
      Aber das oben beschriebene Verhalten weiter zu (er)dulden, wenn es denn erkannt ist, ist meiner Ansicht nach SELBSTMORD.

      Wie schwer eine Trennung auch sein mag, es muß einen Teil in einem selbst geben, der leben will…

      • Sonnenblume sagt:

        Liebe Anka,

        ich persönlich habe „Verteidigung“ im Sinne von „mich selbst schützen können und gute Grenzen setzen“ interpretiert.

        So konnte ich es für mich sehen und habe diese Geschichte als Bühne verstanden, als Reinszenierung unerkannter und unentwickelter Entwicklungsschritte zum Erwachsenwerden und das bedeutet für mich Beziehung auf Augenhöhe. Da gibt es keine Unterlegenen oder Überlegenen mehr. Sondern Mensch zu Mensch. Gleichwertig und gleichberechtigt.

        Selbstmord würde ich es nicht unbedingt pauschal nennen. Denn dieses Selbst gab es so ja noch gar nicht, also konnte es auch nicht sterben. Aber es durfte sich entwickeln. Ich würde es sogesehen als maximale Entwicklungsverhinderung bezeichnen, in solchen Abhängigkeiten zu verharren….

        Oder es ist reine Sucht. Der andere als Droge. DAs sehe ich dann wirklich auch als Selbstmord auf Raten an.

        Alles Gute Dir,

        Sonnenblume

      • Anka sagt:

        Da kann ich getrost zustimmen, Sonnenblume 😊

        Natürlich gibt es Beziehungen, in denen zunächst das „Wachstum“ von einem der „Beteiligten“ möglich ist. Bestenfalls zieht der andere Part Stück für Stück „nach“… Ganz „einfach“ geht auch das sicherlich nicht vonstatten.

        Ich meine aber, ohne einen „Funken“ Gefühl, Achtung und Respekt
        „FÜR-EIN-ANDER“ und BEZIEHUNG beim Gegenüber, wird es eher fast unmöglich sein.
        Schön, wenn du das erfahren kannst!

        Ein Partner,
        der sich jedoch
        (wie im Artikel) beschrieben entpuppt, wird genau das mit alle Kraft
        ver-hindern…
        Die „MOTIVATION“ bezüglich
        (ver-mein-tlicher) „Beziehung“ ist dann von Anfang an auf die schleichende „Etablierung“ der eigenen, beständigen
        „ÜBER-MACHT-Position“
        angelegt.
        Ein solcher „Charakter“ läßt eine wirkliche Entwicklung, Wachstum und Verselbständigung des „Ein-Gefangenen“ keinesfalls zu.
        Das AN-SINN-en einer derartigen „Beziehung(s)-denke“ ist ABSOLUTe (!) UNTER-WERFUNG,
        eben nicht nur manchmal…

        Die Möglichkeit von Kampf und Flucht in einem „jeweiligen Moment“ erschöpfen sich im Laufe der Zeit. Es kommt tatsächlich zu einem „Sterben auf Raten“!

        Deshalb halte ich es ja für so wichtig, zu dem eigenen Funken LEBENSWILLE zu finden, evtl.e besorgte Hinweise von Freunden und Anderen nicht „leichtfertig „in den Wind zu setzen“…

        Das muß natürlich ein Jeder für sich selbst prüfen.
        Es gibt durchaus auch Menschen, die für ihre eigene „Stabilität“ eine „Autorität“ wollen und „brauchen“.
        Das muß auch gar nicht „falsch“ sein.

        Ich bezweifle allerdings, daß da die eigene seelische Zerstörung mit erwünscht ist.

        Na ja, wie schon mehrfach gesagt…
        Immer wieder achtsam sein, hinschauen und ehrlich mit sich selber sein oder werden.

        Getäuscht haben wir uns alle schon und waren doch am Anfang „so sicher“ …

        Liebe Grüße Anka 🙋

        • Sonnenblume sagt:

          Liebe Anka,

          ja, so differenziert kann ich alles miteinander und nebeneinander sehen.

          Ich habe in meinem nahestehenden Umfeld die krasseste Abhängigkeitsbeziehung mit dieser zerstörenden Unterwerfung (wie Du sie auch beschrieben hast) deutlich mitbekommen. Da war kein Funken Entwicklung drin und das hätte es auch nicht gegeben. Es war unglaublich zerstörerisch. Und ich musste schauen, wie ich mich schütze. Dieses zu sehen, als Angehörige mitbetroffen zu sein, hat mich sehr gewarnt und vollständig aufwachen lassen, auch näher hinsehen und verstehen, was da passiert und wohin es wirklich endgültig führt.

          Ich hatte dann das Glück, in einer Beziehung, die mich deutlich herausgefordert hat, mein „selbst“ zu behaupten und weiter zu entwickeln, nichtvorhandene wichtige Grenzen dann auch ziehen zu können, mich für mich zu entscheiden das auch zu können und zu erkennen, worum es wirklich und eigentlich geht. Daher war diese Geschichte, die einen Anfang und ein Ende hatte und nun in Form eines Buches im Regal Platz hat, im wesentlichen eine Nachreifungsgeschichte, die zu später Stunde Entwicklungsschritte provozierten. Auch wenn es auch nicht leicht war, wie Du Dir denken kannst…..

          Seither lebe ich befreit und in mir herrscht großer Friede, dass selbst meine Beziehung zu meinem Partner, der Asperger Autismus hat…. viel viel besser, gelöster, friedlicher, bejahender und kreativer möglich ist.

          Ich brauche nicht mehr so viel „von außen“ also von einem „anderen“, sondern es ist eine neue Grundlage in mir entstanden, wie als wäre das, was fehlte nun endlich da (all der ganze Mist wurde zu fruchtbarem Kompost) und ich kann in Ruhe und Gelassenheit leben. Gott sei Dank! Wirklich Gott sei Dank!

          Vorstellen hätte ich mir das zuvor gar nicht können. Da ich meiner Ohnmacht begegnet bin. Weil es eben um das innere, vernachlässigte, unsicher gebundene, traurige und überforderte, bedürftige Kind ging. Inzwischen ist es anders. Das innere Kind ist glücklicherweise noch da, aber es darf sich meiner Obhut sicher sein. Und es wird „nacherzogen“ von mir selbst….

          :-)…

          Deswegen gibt es bei mir ein „vorher“ und „nachher“. Ich merke einen deutlichen Unterschied und habe neuen Boden unter meinen Füssen.

          Ich wünsche das wirklich jedem. Was nach Ende aussieht, kann zum Anfang werden…. und ich glaube an den Weg in die Freiheit (mit Gottes Hilfe, wie es auch in den 12 Schritten der AA so schön beschrieben ist….)….

          Goldene Herbsttage in diesem Sinne,

          Sonnenblume

        • Anka sagt:

          Genauso ist es, liebe Sonnenblume!

          Ich würde sogar sagen, daß ein Ende IMMER einen Neuanfang beinhaltet.
          Welcher Art auch immer…

          Neues geht nun einmal aber auch mit
          „Un-sicher-heiten“ einher.
          In gewisser Weise ist es ja tatsächlich neues, unbekanntes „Terrain“ und damit auch ein bisschen fremd und „un-heim-lich“…

          Ich fand deine Beschreibung sehr schön,
          das eigene innere Kind in (liebevolle) „Obhut“ zu nehmen.
          Das sollte wohl einer der wesentlichsten Grundsätze auf einem neuen Weg sein. Die Schritte dürfen ruhig „klein“ sein aber achtsam.
          Niemand muß oder sollte da „voranstürmen“ und das (innere) Kindchen wieder nur mit- oder herumzerren…

          Diese Achtsamkeit mit „sich selbst“ ist wirklich allen zu wünschen, jeden neuen Tag aufs Neue…
          auch im anstehenden goldenen „Herbst“!

          Liebe Grüße Anka 🙋

      • Anka sagt:

        P.S.
        Sonnenblume,
        ich meinte selbstverständlich oben, daß es schön ist wenn in deiner Beziehung ein „Funke“ bei deinem Partner vorhanden ist.
        Liest sich ein wenig „widersprüchlich“ 😳
        Alles Gute dir weiterhin…! 🙋

  3. Petra sagt:

    Von meinem Partner, der genau so war, wie beschrieben, habe ich mich nach 3 Jahren Beziehung vor 8 Jahren getrennt. Ich hatte am Ende Todesangst, was mir für den Moment ungeheure Kraft gab. Heute bin ich in seltenen Fällen ein klein wenig froh um diese Beziehung, denn ich erkenne bzw. „spüre“ insbesondere in der Arbeitswelt Narzissten sofort! Ich war in den letzten Jahren nie wieder ein leichtes und manipulierbares Opfer, aber ich bin auch nie wieder der Mensch geworden, der ich mal war. Noch heute vermisse ich mich.

    • Mariadirohan sagt:

      Halo, Petra, Hallo Sven, eure beiden Beiträge sind für mich die besten, denn sie zeigen auf, wie man als „Opfer“ aufwachen kann. Auch ich war Opfer und habe alle Stadien durchgemacht. Heute bin ich, wie Petra schreibt, nicht mehr dieselbe, ich bin extrem misstrauisch, kritisch und habe meine Unbeschwertheit verloren, aber auch bin manchmal froh über das Erfahrene, denn ich „rieche“ einen Narzissten heute auf 100 Meter. Es gibt zu viele davon. Mein Narzisst hat mir am Anfang in seiner „Balzphase“ bedeutungsvoll ins Ohr geflüstert, ich solle auf mich aufpassen, er wäre sehr gefährlich. Er meinte, er wäre in allem so gut, dass ich süchtig werden würde. Wie lächerlich das war, habe ich zum Glück irgendwann erkannt, und heute kann ich ihn in keiner Beziehung mehr ernst nehmen, er ist nur eine arme Wurst. Aber sie werden nie erkennen, wie lächerlich sie sind, sie finden sich immer überwältigend gut.

    • Anka sagt:

      Petra,
      dir hat die „Todesangst“ die notwendige Kraft zur Trennung gegeben,
      mir die unmerklich aufkommende „Sehnsucht“…

      Bewußt war mir dieser schleichende Prozess überhaupt nicht.
      Ich habe mehr und mehr nur noch „funktionieren können“, tatsächlich mehr tod als lebendig.

      Froh bin ich keineswegs,
      verschwendete Zeit, verschwendete Mittel, verschwendete Kraft…

      Froh bin ich, daß es lange vorbei ist.
      Und auch wenn ich an diesen Menschen ewig schon keinen Gedanken mehr verschwenden mußte, war ich über Mariadirohans „Einschätzung“ ihres Narz. doch „schockiert“.
      Manchmal traut Frau sich selbst nach so vielen Jahren immer noch nicht, sich gnadenlos einzugestehen, was für einer … „man“ aufgesessen ist 🙈
      Ja ich glaube fast, dafür
      schäme ich mich…, das muss ich untersuchen…

      • Mariadirohan sagt:

        Hallo, Petra, schämen musst du dich nicht, jedenfalls nicht für dein Verhalten. Für das des Narzissten wohl, aber das hilft nichts. Niemand wird in deinem Umkreis, wird niemals verstehen, dass dieser sympathische, aufmerksame und großzügige Mensch Grund haben sollte, sich zu schämen, und er wird sich nie schämen, Narzissten schämen sich nicht, niemals. Er vermittelte den Eindruck, von mir dominiert zu werden. Nachdem ich erkannt hatte, was für einer Art von Mann ich aufgesessen war, ging mein Heilung voran, wenn auch sehr langsam mit immer wieder Rückfällen. Ich konnte es lange nicht glauben, dass es solche Menscheln überhaupt gibt, immer wieder dachte ich, dass vielleicht ich mich irre, falsch denke, handle, ihm Böses unterstelle, wo nichts Böses ist. Dass ein Mensch so gnadenlos böse sein kann und sich dabei noch als Opfer bezeichnet und niemals auch nur einen Funken Empathie hat, muss man erst einmal verinnerlichen. Bei mir war nichts zu holen, es ging nur um Macht, um den Sieg über eine sehr selbständige und starke Frau, die es gewohnt war, alle Entscheidungen in ihrem Leben selbst zu treffen. Meine Kinder mussten mit ansehen, wie ich immer leiser wurde, immer unselbständiger, immer mehr „kuschte“, und es gab Zeiten, in denen ich mir wünschte, nicht mehr zu leben, nur um meine Ruhe zu haben. Aber ich hatte meine Kinder, und irgendwann machte es „Klick“ in meinem Kopf auch mit Hilfe dieser Beiträge hier und eines sehr guten Therapeuten. Die Ablösung dauerte lange, und dann kam die Phase der Scham. Wie konnte ich, ausgerechnet ich, auf so etwas hereinfallen? Ja, ich habe mich geschämt für mein devotes Verhalten nur damit dieser Mensch mich liebt und nett zu mir ist. Heute sch… ich auf seine Liebe. Ich brauche sie nicht mehr, das ist meine Befreiung. Wir sind jetzt auf Augenhöhe, er versucht es gar nicht mehr, es genügt ein spöttischer Blick. .

  4. Sonnenblume sagt:

    Für mich ist es sehr erstaunlich und verblüffend, wie schwach ein eigenständiges „ich“ entwickelt sein kann oder wie stark ein Trauma Einfluß nehmen kann, um in eine solche Abhängigkeitsspirale zu geraten.

    Ein Mensch nimmt eine gottähnliche Position ein und herrscht über das ganze Lebensland eines anderen Menschen, der ihn herrschen lässt. Allerdings nicht wie Gott, der die Liebe selbst ist. Sondern ambivalent und missbräuchlich. Schlimm!!

    Allein dieses Phänomen und wie es sich zeigt ist aufschlussreich, finde ich.

    Das Gute ist aber, dass es auch eine Wende zum Guten geben kann. Wenn es eine Umkehr gibt. Einen Richtungswechsel. Es ist dann wie ein zweites Leben. Wie eine Auferstehung.

    Früher, als ich noch nicht wußte, dass ich ein solches Opfer werden würde, habe ich dieses Verhältnis und seine Bedeutung nicht verstanden und auch gar nicht für möglich gehalten.

    Es gab nur einen Weg da durch, nicht daran vorbei. Ein sehr schwerer Weg und die Bekanntschaft mit meiner Begrenztheit und Ohnmacht, die tief erschreckend war (und ist). Aber Gott sei Dank gibt es den Weg in eine neue Freiheit und mit Gottes Hilfe (m)einen Genesungsweg, der tiefer reicht, als ich es für möglich gehalten hätte.

    • lilli sagt:

      Hallo,

      ich dachte anfangs in den Partnerschaften jeweils,
      man ergänzt sich gut, wenn der eine dies macht und der andere jenes,
      grundsätzlich schon.
      Doch nicht wenn der/die eine immer unfairer bestimmen will und immer mehr abwertet.
      Wer ich bin, war mir immer bewusst,
      dass ich zu ‚entgegenkommend‘ war, hielt ich für viel ‚Liebe‘.
      Als ich davon total erschöpft war,
      konnte ich die Gelegenheiten erkennen,
      in Psychotherapie, Büchern, Selbsthilfegruppen und im Internet zu lernen,
      und mit zwei Schritten vor und immer weniger zurück,
      zu meinem originalen Selbst zurückkehren.

  5. Marco sagt:

    Wenn dieser Missbrauch von übertriebener Idealisierung und Abwertung erkannt hat, der Narzisst lässt in der Regel nicht locker. Es ist sehr anstrengend, so einen Narzissten aus dem Wege zu gehen. Worte, Beschwerden und die eigene Körpersprache bringen da nicht viel. Er macht einfach weiter.

  6. Uschi sagt:

    Frage an Herrn Gruetfien:
    Was kann ein Angehöriger machen, der genau dies feststellt und beim Co-Narzisst auf taube Ohren stösst?
    Wie in aller Welt kann man solchen Menschen die Augen öffnen?

  7. claude anhoeck sagt:

    …ich störe mich ein klein wenig an der Aufhängung dieser Beschreibung. Die Titel wie, vollständige Unselbständigkeit, aber auch verzerrte Wahrnehmung, vermittelt m.E. nicht, dass in vielen Wirtschaftlichen Bereichen, Narzissten in Führungspositionen sind und ganz bestimmt Opfer kreieren indem sie verursachen, dass Abhängigkeit zwecks Lebensunterhalt verdienen, entstehen muss. Wenn Narzissmus nur immer im privaten Feld, der privaten Beziehung beschrieben werden, ist das zu wenig weit gegriffen. Gerade auch Frauen werden wirtschaftlich abhängig gemacht, davon ist hier aber keine Rede – leider… – die Manipulationsart zeigt übrigens ein Jürgen Schlicher im „Blue Eyed Projekt“ deutlich auf – erschreckend auch dort, wie sehr sich schnell Gruppen einerseits bilden und sich dann andererseits von solchen Mechanismen sogar einspannen lassen. Das schadet Opfer am meisten, sie werden sich selber überlassen und sollen sich selber, ohne jeglichen Rückhalt helfen, während Narzissten NULL Sanktionen erfahren. Vielleicht sollte, wer über Narzissmus schreibt, auch Zusammenhänge weiter greifend eruieren – denn jeder Chef, hat ein Privatleben und wird dort garantiert sein Unwesen einüben. Dieser Text schiebt mir Opfer zu sehr in die Opferrolle, anstatt dass über die fiesen Methoden und die wenig stattfindende Zivilcourage, die das jeweilige Umfeld einnehmen müsste, ermunternd berichtet wird.

    • Katinka sagt:

      Stimme dir voll und ganz zu. Narzissmus im beruflichen Bereich und die Folgen dieser Strukturen werden generell zu wenig thematisiert. Ich werde mir das Buch besorgen. Danke für den Tipp.

    • Lise1 sagt:

      @claude und @ katinka
      Das was euch in diesem Artikel fehlt, steht aber in vielen anderen vorhergehenden Beiträgen ausführlich abgehandelt.
      Diese Internetseite ist keineswegs einseitig finde ich, wenn man alle bisherigen Beiträge liest

    • Anka sagt:

      claude,

      daß du (grundsätzlich) fehlende Zivilcourage ansprichst, finde ich schon erstmal ganz gut…

      Schön wäre natürlich, wenn du selbst Beispiele bringen würdest, die tatsächlich ermuntern können.
      Die „Arbeitswelt“ betreffend ist das ja doch eine ganz heikle Angelegenheit.
      Man kann sich da auch sehr schnell selbst in Gefahr bringen…

      Freundliche Grüße Anka 🙋

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